Welch ungemeiner Glantz will unsre Brust bestrahlen/

Bitte prüfe den Text zunächst selbst auf Auffälligkeiten und nutze erst dann die Funktionen!

Wähle rechts unter „Einstellungen“ aus, welcher Aspekt untersucht werden soll. Unter dem Text findest du eine Erklärung zu dem ausgewählten Aspekt. Nicht jede Anmerkung ist für die Analyse gehaltvoll.

Christian Friedrich Hunold: Welch ungemeiner Glantz will unsre Brust bestrahlen/ Titel entspricht 1. Vers(1701)

1
Welch ungemeiner Glantz will unsre Brust bestrahlen/
2
Welch Sonnen-reines Licht mag unsre Felder mahlen/
3
Und füllt durch seinen Schein das Chur- und Fürsten-Hauß!
4
So rief Hanover jetzt mit seinen Landen aus.

5
Wie? sprach die Tugend drauf/ die mit zurück gekommen/
6
Ist dein Erlauchter Held dir aus der Brust genommen/
7
Da Ihn des Reiches Noth aus deinen Augen trennt?
8
Nein/ nur die Freude fragt/ die keines gleichen kennt.

9
Die Freude weiß sich nicht vollkommen auszulassen/
10
In Augen/ Schoß und Land den Fürsten einzufassen/
11
Der dich zu reicher Lust und höchstem Ruhm gebracht/
12
Und als ein Salomon vor deine Ruhe wacht.

13
Diß ist/ beglücktes Land/ der Chur-Fürst von den Welfen/
14
So dir zu allem kan durch Seine Klugheit helffen;
15
Er hält den Feind zurück/ denn kommt Er/ daß Er sieht/
16
Ob noch die güldne Zeit in seinen Landen blüth.

17
Komm/ Großer Fürst und Herr/ betrachte diese Gaben/
18
Die wir von deiner Hand und weisen Anstalt haben.
19
Vernim/ wie sich dein Lob in allen Stücken zeigt/
20
Das weder Berg noch Thal/ noch Land und Stadt verschweigt

21
Die Berge sind beglückt/ und mehr als
22
Ob gleich die Musen da mit ihren Liedern stehen:
23
Weil man den Uberfluß (davon die Muse lebt
24
Und der/ so sie beschützt) in ihren Klüfften gräbt.

25
Die Thäler blühen auch von angenehmer Weide;
26
Das Wild bewohnt den Wald; das Feld trägt sein Geträyde;
27
Die Brunnen geben Saltz; die Weser ist beschifft,
28
Man sieht/ daß alles hier des Himmels Seegen trifft.

29
Die
30
Die Ruhe macht/ daß man kan sein Gewerbe treiben.
31
Und diese Ruhe wächst/ weil deine Klugheit blüth/
32
Und auf Magneten Art die Wohlfarth an sich zieht.

33
Daß er dir auch den Weg zur Ewigkeit gewiesen.
34
Wahr ist es/ was dein Hauß/ dein Helden Hauß gethan/
35
Dein unerschrockner Muth/ das schreibt man ewig an.

36
Allein/ das ist vielmehr: Wenn deine große Güte/
37
Dein allzeit kluger Rath/ Dein väterlich Gemüthe/
38
Und was sonst unsern Staat vor anderen erhebt/
39
Als wie

40
In diesem Stande hast du Herr uns angetroffen.
41
Wir waren recht beglückt/ und konten nichts mehr hoffen/
42
Als deine Gegenwart/ die uns nunmehr ergetzt/
43
Und die Vollkommenheit zu unsrer Wonne setzt.

44
Wir können nichts als dis zu unsrem Wohl erdencken:
45
Der Himmel wolle dir auch das Vergnügen schencken/
46
Daß dich Dein treues Land mit Ehrfurcht so erfreut/
47
Als du dasselbe hast mit Freuden überstreut.

48
Daß deiner Jahre Zahl die Stuffen mag ersteigen.
49
Worauff sich Ehr und Ruhm und deine Klugheit zeigen.
50
Daß/ wie die Tugend dir des Glückes Thron gebaut/
51
Sich dein Erlauchtes Hauß noch mehr als Fürstlich schaut;

52
Daß/ Gott erhöre doch den Wunsch getreuer Hertzen/
53
Wir unter Dir noch mehr im Glück und Friede schertzen/
54
Daß Du der Vater bleibst/ (ihr Sternen stimmt mit ein/)
55
Wir aber länger noch Augusti Kinder seyn.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

Einstellungen

    Text teilen & herunterladen

    PDF-Export

    Arbeitsblatt zur Interpretation herunterladen

  • Äußere Form

  • Sprachlich-inhaltliche Analyse

  • Voller Zugriff auf Textopus

    • Interaktive Analyse von über 65.000 Gedichten und über 700 Dramen

    • Zugriff auf mehr als 400 Rezitationen und hilfreiche Epochenübersichten

    • Mit Aufdeckfunktion zum Selbstlernen von Stilmitteln, Kadenzen, Metrum u. v. m.

    Textopus App

    Textopus-App

    € 4,99/Jahr
    In-App-Kauf
    Apple App StoreGoogle Play Store
    Klett Digitale Unterrichtsassistenten

    Für Lehrkräfte

    Kostenlos in ausgewählten Digitalen Unterrichtsassistenten der Deutsch-Lehrwerke des Ernst Klett Verlags
    Deutsch kompetent

Christian Friedrich Hunold
(16811721)

* 29.09.1681 in Wandersleben, † 16.08.1721 in Halle (Saale)

männlich, geb. Hunold

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

Textopus kann Fehler machen. Überprüfe die Informationen. Teils KI-gestützt. Siehe Hinweise zur möglichen Fehleranfälligkeit.