Der 142. Psalm

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Friedrich Rudolph Ludwig von Canitz: Der 142. Psalm (1700)

1
Ich schrey/ O HErr/ aus Ungedult und Schmertzen/
2
Ich flehe dich nur an/ und schütte von dem Hertzen
3
Was mich so hefftig drückt/ in deinen Vater Schooß/
4
Du hast mich ja wol ehr gemacht von Aengsten loß.
5
Itzt thu ich keinen Schritt so find ich neue Stricke/
6
Beruf ich mich auf Recht/ so stößt man mich zurücke.
7
Die Flucht ist mir gesperrt. Die Seele leidet Noth/
8
Du bist mein Lebens-Theil/ und ich bin gleichsam todt.
9
Ich traue ja auf dich/ wie kanst du mich vergessen/
10
Herr höre mein Geschrey/ die Feinde die mich pressen/
11
Sind mir sonst gar zu starck. Reiß doch das Band
12
Das meine Seele spührt/ so rühm ich deine Treu.
13
Und thust du mir itzt wohl/ so werden alle Frommen/
14
An mir ein Zeichen sehn und freudig zu dir kommen.

([Canitz, Friedrich Rudolph Ludwig von]: Neben-Stunden Unterschiedener Gedichte. [Hrsg. v. Joachim Lange]. Berlin, 1700.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Friedrich Rudolph Ludwig von Canitz
(16541699)

* 27.11.1654 in Berlin, † 11.08.1699 in Berlin

männlich

deutscher Diplomat und Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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