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O du, welchen Namen nicht nennen, Gedanken nicht denken,
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Erster! … Zu ihm erhub ich mich, wollte, von Antliz zu Antliz,
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Sehn, der Weltgericht hält, den Unausgesönten im Dunkeln!
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In der furchtbaren Herrlichkeit, Gott! Ich kam an die Sonnen;
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Und die dämmerten! Kam zu des Himmels Pole; da rangen
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Trübe Schimmer mit Nächten! Ich ging zum Throne, da wurd es
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Dunkler um mich, und nun noch dunkler, und nun. … Doch ich suche
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Namen, und finde sie nicht, wie es um den Unendlichen Nacht war!
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Keine Namen dem Schauer, der von dem Unendlichen ausging.
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Und ich stand, und hörte von fern die Ströme der Hölle,
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Unter der tiefen schweigenden Schöpfung, rauschen. Ich schwebte
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Langsam weiter. Da rief der erste der Todesengel
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Gegen mich her: Weß Schweben ist dieses Endlichen Schweben?
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Und ich bebte zurück, sank auf mein Angesicht nieder,
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Betet’ ihn an, und verstummt’ und betet’ ihn an, der Gericht hielt.
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Also sagt’ er, und wandte sich weg, und verhüllte sein Antliz.
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Jesu war sein Haupt zum Herzen herunter gesunken,
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Und es schien, als schlummert’ er. Selbst der lästernden Menge
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Ungestüm legte sich, wie am unbestürmten Gestade
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Sich der Ocean legt. Die den Göttlichen liebten, umirrten
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Golgatha, oder die äussersten Fernen, woraus sie den Mittler
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Noch mit weinendem Blicke zu sehn vermochten. Doch jeder
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Mied den andern, damit sie sich nicht die tiefe Wunde
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Tiefer grüben; sprächen sie sich. Nur der Jünger der Liebe,
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Und des Leidenden Mutter, verliessen sich nicht. Sie standen
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Unten am Kreuz. Der Jünger, der schwur, daß er Jesum nicht kenne,
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War die schlaflose Nacht und den Morgen umher gezittert,
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Hatte Ruhe gesucht, und keine Ruhe gefunden.
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Also irrt ein Sohn an des Meers betrümmertem Ufer,
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Dem sein Vater nicht ferne von ihm an einem der Felsen
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Umkam. Sprachlos irrt er umher, und sieht unverwendet
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Nach dem Felsen, auf dem sein Vater geschmettert und todt liegt.
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Endlich ruft er jammernd gen Himmel: Er habe den Vater,
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Ach er hab ihn verlassen, im tiefen Meere, verlassen!
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Petrus ermattet izt ganz, und bleibt auf einer der Anhöhn
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Nah an Golgatha stehen; und läßt die bleicheren Hände,
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Die er nicht mehr zu ringen vermag, hinsinken. Sein Schuzgeist,
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Seraph Jthuriel, sieht ihn, und gießt ihm einige Tropfen
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Ruh in sein Herz. Nur dieses vermag er itzo zu geben,
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Ob er gleich ein Unsterblicher ist. Der traurende Jünger
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Fühlt die Lindrung, und kömmt so weit zu sich selbst, daß er aufsieht,
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Und mit wünschendem Auge nach seinen Freunden umhersucht,
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Daß er zu ihnen hingeh, und sie ihn strafen, und trösten.
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Aber er stand noch immer, und sah nach Jerusalem nieder.
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Denn zum Hügel hinauf, zum Todeshügel, zu sehen,
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Dieß vermocht er izt nicht. Sein Aug arbeitet mit scharfem
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Untersuchendem Blicke, die stolze Stadt zu erkennen.
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Aber sie lag, so weit sie Gefilde dekte, so hoch sie
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Thürmte, gehüllt in traurende, schwerbelastende Dämmrung,
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Fürchterlich da. Kaum daß noch von seinen Zinnen der Tempel
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Und von seinen Thürmen der Sion, sterbenden Schimmer
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Sinken liessen. So lag Jerusalem. Petrus wandte
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Nach der Seite sein Auge, von der ein dumpfes Gemurmel
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Ausging. Es waren Fremdlinge, die zum Feste gekommen,
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Jzt heraus geeilt waren, am Kreuz den Propheten zu sehen.
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Petrus geht zu ihnen herab. Nach seinen Geliebten
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Sucht er unter den stilleren Haufen. Er suchte vergebens.
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Jzt hält ihn ein Gespräch auf. Ein Mann in fremdem Gewande,
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Glänzend gekleidet, und schwarz von Gesicht, fragt einen Alten,
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Dessen Auge Vertraulichkeit ist, und dem ein geliebter
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Zarter, bebender Sohn am Arm hängt: Aber so sag dann,
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Sprach der Fremdling, was hat er, daß sie ihn tödten, verbrochen?