Caput V

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Heinrich Heine: Caput V (1844)

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„willkommen, mein Junge, das ist mir lieb,
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Daß du mich nicht vergessen;
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Seit dreizehn Jahren sah ich dich nicht,
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Mir ging es schlecht unterdessen.

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„zu Biberich hab’ ich Steine verschluckt,
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Wahrhaftig, sie schmeckten nicht lecker!
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Doch schwerer liegen im Magen mir
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Die Verse von Niklas Becker.

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„er hat mich besungen, als ob ich noch
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Die reinste Jungfer wäre,
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Die sich von niemand rauben läßt
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Das Kränzlein ihrer Ehre.

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„wenn ich es höre, das dumme Lied,
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Dann möcht ich mir zerraufen
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Den weißen Bart, ich möchte fürwahr
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Mich in mir selbst ersaufen!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Heinrich Heine
(17971856)

* 13.12.1797 in Düsseldorf, † 17.02.1856 in Paris

männlich, geb. Heine

| Bleivergiftung

deutscher Dichter und Publizist

(Aus: Wikidata.org)

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