IiI. Elpin

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Friedrich von Hagedorn: IiI. Elpin (1752)

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Weil nach des Schicksals bestem Schluß
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Die junge Welt sich lieben muß,
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So ward Elpin verliebt.
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Auch er fand, daß es artig sey,
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Wenn man, bey süsser Schmeicheley,
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Den Schönen Küsse giebt.

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Noch hatt er nur um Pfand geküsst;
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Was feuerreich im Küssen ist
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War ihm nur halb bewusst:
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Doch wann er bey der Chloe stund,
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Ward er bald roth wie Chloens Mund,
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Bald weiß wie ihre Brust.

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Er untersucht sich tausendmal
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Und spüret Lust und spüret Qual,
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So oft er sich befragt.
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Einst, als er seufzt und ihr sich naht,
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Wird ihm der Kuß, um den er bat,
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Und auch die Hand versagt.

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Er flieht und eilet in den Wald
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Und klagt, in trauriger Gestalt,
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Den Eichen was ihn drückt.
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O wüsst er, was ihr Herz gewinnt!
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Doch alles, was sein Witz ersinnt,
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Wird durch die Furcht erstickt.

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Nach langen Klagen schläft er ein;
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Die Liebe will ihm günstig seyn,
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Der er die Träume weiht.
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Mit ihren Flügeln weckt sie ihn
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Und spricht: Ich wünsche dir, Elpin,
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Nur List und Wachsamkeit.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich von Hagedorn
(17081754)

* 23.04.1708 in Hamburg, † 28.10.1754 in Hamburg

männlich

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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