Die Nacht

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Justus Friedrich Wilhelm Zachariae: Die Nacht (1764)

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O Nacht! und du, o feyerliche Stille!
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Indem ich mich in eure Schatten hülle,
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Fall ich hin in den Staub vor dem, der
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mich gemacht. Von dieser Unterwelt Getümmel Hebt unser Herz nichts mehr zum Hunmel Als deine Majestät, o Nacht!

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Sie kömmt! Jhr helles Sternenkleid
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Fließt über ihren prächtgen Wagen,
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Begeistert von der Macht der dunkeln Einsamkeit,
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Steht ietzt der Christ, durch sie geweiht,
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Und denket seine Sterblichkeit.
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Er hört die Todtenglocke schlagen,
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Indem er unter Gräbern irrt,
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Und auf den Staub hinweint, der er auch werden
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Doch welcher Trost stralt in die bange Seele?
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Umsonst schreckt ihn des Grabes dunkle Höhle;
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Von jedem Stern ruft ihm ein Engel zu,
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Daß er unsterblich ist. Er schmeckt des Trostes
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Weit hinter jener Nacht sieht er den Vorhang
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Und Palmen, ihm bestimmt, und Seraphim ihm

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Wie wird des Grabes Nacht entweichen,
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Wenn über Schrecken, Graus und Leichen,
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Des Christen ewger Morgen glänzt!
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Sein Auge wird den Finsternissen,
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Sein Geist der Sterblichkeit entrissen;
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Und seine Seligkeit ist rein, und unbegränzt.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Justus Friedrich Wilhelm Zachariae
(17261777)

* 01.05.1726 in Bad Frankenhausen/Kyffhäuser, † 30.01.1777 in Braunschweig

männlich, geb. Zachariae

deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Herausgeber und Komponist

(Aus: Wikidata.org)

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