An Herrn von St - -

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Justus Friedrich Wilhelm Zachariae: An Herrn von St - - (1764)

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St - -, warum ietzt das glänzende Feld an der krieg- rischen Donau
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Unter dem streifenden Ungar entflieht;
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Oder der eisengeharnischte Reuter, der wilde Pandure,
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Zu der Jablunka Gebirge sich drängt;

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Was geheim in der Seele der grosse Friedrich beschlies-
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Wenn er vor Legionen sich stellt,
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Die, wie ein schweres Gewitter am langsam donnern-
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Schrecklich und dunkel zum Schlachtfelde ziehn;

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St - -, dies laß uns nicht forschen. Wir brauchen zur
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Oesterreichs Schwerdt nicht, nicht Galliens Heer.
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Ach! wie entflieht uns so schnell die leichte heitere Ju-
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Mit ihr die Freude, die Liebe, der Scherz!

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Phöbe lachet nicht immer mit hellem Gesicht aus den
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Jmmer nicht lacht uns der blühende Lenz.
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Wird nicht die Locke schon grau? Laß dann die Sorge
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Und uns die Freude, den Freund, und den Wein.

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Warum wollen wir nicht in laubichten Lindengewölben,
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Oder hier unter dem Ulmenbaum ruhn?
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Uns mit Rosen bekränzen, und mit der Burgundischen
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Weil wir noch leben, die Herzen erfreun?

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Vor dem berauschenden Nektar entfliehen die nagenden
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Auch die verhaßte Melancholey flieht.
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Kühl uns, o Knabe, den Wein in diesem silbernen
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Welcher von schallenden Felsen sich gießt.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Justus Friedrich Wilhelm Zachariae
(17261777)

* 01.05.1726 in Bad Frankenhausen/Kyffhäuser, † 30.01.1777 in Braunschweig

männlich, geb. Zachariae

deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Herausgeber und Komponist

(Aus: Wikidata.org)

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