Die schöne Welt

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Barthold Heinrich Brockes: Die schöne Welt (1748)

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Warum willt du denn, lieber Mensch, dem Gott, der die-
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se schöne Welt
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Nur dir zu Gut so herrlich schmückt, und dem nur deine
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Lust gefällt,
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Zur Ehr’ und Lust, dich nicht vergnügen? Warum soll
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seiner Gottheit Schein,
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Der aus den schönen Werken stralet, dir, wie dem Vieh,
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verborgen seyn?
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Er wollte Weisheit, Lieb und Macht durch deine Sinnen
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dir entdecken:
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Du willt zu seinem Ruhm nicht sehn, nicht hören, füh-
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len, riechen, schmecken.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Barthold Heinrich Brockes
(16801747)

* 22.09.1680 in Hamburg, † 16.01.1747 in Hamburg

männlich, geb. Brockes

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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