Die schöne Welt

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Barthold Heinrich Brockes: Die schöne Welt (1748)

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In einem silberweißen Glanz, und dort ein grüner Schat-
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ten, ruht,
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Von hohen Bäumen, holden Büschen und Kräutern, die
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von nahen Hügeln
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Den Schmuck für uns noch zu verdoppeln, im schönen
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Wiederschein sich spiegeln.
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Dann seh ich tief’ und breite Flüsse in sanft- und stren-
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gem Drange fließen,
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Bedeckt von Schiffen, voller Fische, und sich zuletzt ins
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Meer ergießen,
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Ins grund- und gränzenlose Meer, das eine ganze neue
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Welt
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Bekannt- und unbekannter Wunder, in seiner dunklen
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Schooß enthält.
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Zuletzt erblickt mein Auge, Gärten: die von den zierlich-
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sten Figuren
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Und von den lieblich glühnden Farben, erschaffner schö-
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ner Kreaturen
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Der Auszug und der Inbegriff, worinn der Schmuck
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der ganzen Erden,
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Gras, Kräuter, Blumen, Blüte, Frücht’, als so viel
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Wunder, sichtbar werden,
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Sammt Bäumen, Stauden und Alleen. Woselbst sich die
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Natur bemüht,
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Verbunden mit der Hand der Kunst, durch die sie sich ge-
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holfen sieht,
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Das durch die Sinne mit der Welt vereinte menschliche
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Gemüth
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Mit den von ihr so wunderbar auf dieser Welt formirten
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Schätzen
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Auf tausend Arten zu vergnügen, durch alle Sinne zu
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ergetzen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Barthold Heinrich Brockes
(16801747)

* 22.09.1680 in Hamburg, † 16.01.1747 in Hamburg

männlich, geb. Brockes

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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