Ueberlegungen zur Frühlingszeit

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Barthold Heinrich Brockes: Ueberlegungen zur Frühlingszeit (1748)

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Und zielt auf einen weisen Zweck) wodurch die Gottheit
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mittelbar
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In dem, was er erschaffen, wirkt. Ist dieses dir nun
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noch nicht klar;
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So werden wir, nebst der Vernunft, erkennen und be-
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kennen müssen:
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Daß wir, ein mehrers vom Naturgeist, nicht fassen
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können und nicht wissen,
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So denn ja wohl nicht zu bewundern, da sie von sich selbst
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in der That
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Nichts anders, als ein schwebend Meynen und dunkele
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Begriffe, hat.
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In diesem Dunklen brennt jedoch ein herrlich unauslösch-
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lich Licht,
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Das, (da in allen Kreaturen, in den hervorgebrachten
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Werken,
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Ein’ Ordnung überall zu sehn, und eine Weisheit zu be-
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merken,
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Nichts von sich selbst entstehen kann, auch nichts von un-
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gefähr geschicht,)
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Den wahren Gott so deutlich zeigt, daß unsrer Sonnen
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Glanz und Schein
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Den körperlichen Blick und Augen nicht hell-, nicht sicht-
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barer kann seyn,
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Als unserm Geist sein göttlich Wesen. Ob aber, da itzt
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alles grünet,
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Die Gottheit sich noch mittler Kräfte, und in wie fern,
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dazu bedienet?
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Ob die Natur ein eigenes für sich bestehend Wesen sey?
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Was dieß ihr Wesen eigentlich, wie fern sich ihre Kräft’
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erstrecken?
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Von diesen läßt sich nach dem Stande des Menschen-
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geistes nichts entdecken.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Barthold Heinrich Brockes
(16801747)

* 22.09.1680 in Hamburg, † 16.01.1747 in Hamburg

männlich, geb. Brockes

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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