Das Schaf

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Barthold Heinrich Brockes: Das Schaf (1748)

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Von allen Thieren in dem Thierreich wird fast kein
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einziges gefunden,
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In welchem, zu des Menschen Besten, so gar viel nütz-
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liches verbunden,
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Als in den sanft- und frommen Schafen. Es nützt
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von dem, was an ihm ist,
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Ein jedes Glied und alle Theile; das Fleisch, die Milch,
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die Haut, die Klauen,
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Die Wolle, die Gedärme, Knochen, die Hörner, ja
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sogar der Mist.
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Es speist und tränket uns das Schaf, es kleidet uns.
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Die Länder bauen,
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Verspüren durch dieß holde Thier, zumal durch seine
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Fruchtbarkeit,
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Verschiednen Segen, werden reich, und auf verschiedne
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Art erfreut.
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Es zeigt die alt’ und neue Zeit, wie mancher Nutz aus
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Schafen sprieße,
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Und scheint daher das Sprüchwort wahr: es hab’ ein
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Schäfgen güldne Füße.
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Ja, wenn ich es recht überlege, so scheint an diesem
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Thier allein
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Sein Körperlichs nicht nur zu Nutzen, es scheint sogar
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des Geistes Wesen
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Zu einem Sinnbild holder Sanftmuth und der Geduld
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für uns erlesen,
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Und dieß Thier ein belehrend Thier, ein Bild der Fröm-
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migkeit, zu seyn.
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Wer etwan meynt, dieß sey zu viel, der darf nur Hirten-
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lieder lesen;

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Barthold Heinrich Brockes
(16801747)

* 22.09.1680 in Hamburg, † 16.01.1747 in Hamburg

männlich, geb. Brockes

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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