Erster Tag der Schlacht von Bautzen, am 20. Mai 1813.

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N. N.: Erster Tag der Schlacht von Bautzen, am 20. Mai 1813. (1848)

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Neun Uhr früh, auf Schmochtitzer Höh’
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Napoleon besah die Näh'. —
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Um Mittagszeit begann die Schlacht,
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Wo das Geschütz den Anfang macht.
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Es fühlt sich Kaiser klar und frei,
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Daß Er nicht wartet erst auf
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Sein Kampfroß läßt sich nicht mehr zügeln,
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Ganz überflügeln
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Will Feind Er. — Der soll jählings weichen
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Und Er Sich Siegespalme reichen! —
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Bald
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Sah man
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Marmont und Oudinot vorrücken
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Ueber Brücken.
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Die
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Muth’gen und festen Widerstand
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Vom Wirtemberger Prinz
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Mannhaft sah man den Letzt’ren stehn,
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Bis endlich doppelte Gewalt,
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Theils
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Jhn drängte.
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Erst jetzt
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Auf diese Weise also lenkte
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Napoleon des Feindes Sinn
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Nach dessen linkem Flügel hin.
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Die Bundesmacht wähnt, hier sei Noth,
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Nur dieser Flügel sei bedroht! —
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Um zu verstärken hier Gewalt,
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Schickt hin man Truppen vom Rückhalt.
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Vergessen ward, daß hierdurch schlage
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Man schwächer sich am nächsten Tage!
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Diebitsch, Emanuel und Eugen
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Nahmen aufs Neu, man muß gestehn,
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Mit Ruhm, bei mörderischem Feuer
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Falkenberg, Pielitz und Mehltheuer! —
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Den Kaiser Rußlands, Preußens König,
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Die Zwei besonders noch erwähn’ ich.
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Von Jhrem hocherlauchten Haupte
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Ging Wunsch aus, daß man fest behaupte
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Die Stellung, die man eingenommen! —
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Nur steter Angriff könne frommen! —
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Rings um Sie tobten die Gefahren,
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Sie und
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Befanden sich im linken Flügel,
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Wo jeder Hügel
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Vertheidigt ward mit festem Muth. —
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Mit langem Federbusch am Hut
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Ritt
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Kartätschenhagel zischte mit,
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Ein groß’ Gefolge um ihn her
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Und dabei fragt’ in Sorgen Er:
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Ist noch Mein Kaiser an dem Ort,
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Wo jüngst Er war? O! reit’ Er fort!
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Kanonenkugeln sausen dort!
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Zu seinen Kriegern rief er: Steht!
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Es blickt auf Euch die Majestät! —
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Um 10 Uhr endet gegen Nacht
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Der erste Tag von Bautzen’s Schlacht. —
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Doch ehe sich zu Ende neigt
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Dieser an Blut so schwere Tag,
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Hat sich dem Feinde es gezeigt,
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Was Preußen-Russen-Muth vermag.
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Werth ist besonders, daß man nennt,
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Preußens
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Zweit’
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Dann Eins aus Marmor, nicht aus Werg,
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Das Regiment
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Dann zweites
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Ostpreußens. Grodno nannt ich schon.
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Geschütz von der Brigade
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Zog Treffer viel, zugleich auch Nieten! —
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Als erster Kämpfer sich erweist
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Vor Allen aber Gen’ral
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Er nahm, nachdem er Tags gestritten,
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Nachts feste Stellung ein bei Litten.

([N. N.]: Erinnerungen eines freiwilligen reitenden Jägers aus den Kriegsjahren 1813–1815. Berlin, 1848.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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