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Mit dem neuen Heere, dem von Frankenland
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Nun erst Flinten nachgesandt,
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Trifft vor Erfurt’s Thoren
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Er zusammen, der geboren
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Nicht zum Kaiser, aber früh
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Ward gehoben durch Genie.
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Blitzschnell, war dem Kriegsgeschick
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Stets durch hellen Geist ein Leiter. —
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Dringend nun nach Leipzig weiter
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Und erwägend, daß ihm Reiter
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Kann er sich es nicht verhehlen,
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Wie er drum um so verwegner
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Stürzen muß mit heißer Kraft,
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Die so oft ihm Sieg verschafft. —
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Leipzig, zürnt er, Mein sein muß!
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So schneid’ ich vom Elbefluß
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Grabe so ihr bald’ges Grab. —
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Preußens, so wie Rußlands Fahnen
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Weh’n beisammen, und es ahnen
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Jenen Vorsatz die Genossen,
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Die denn unter sich beschlossen,
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Sich zu werfen froh und frei
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Auf den Feind, am zweiten Mai.
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Russe, Preuß’ am nächsten Tage.)
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Mittags war’s, am zweiten Mai,
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Als nach Goerschen, das Fürst
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Stark besetzt hielt, Preußen drangen
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Und den Feind zum Weichen zwangen.
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Nah beim Dorf auf leichten Höh’n
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Sah man zwei Monarchen stehn.
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Friedrich Wilhelm, Alexander
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Sprachen traulich mit einander.
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Das vereinte Heer gesammt
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Blickt zu ihnen muthentflammt! —
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Bei dem edlen Saft der Reben,
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Bei dem Frühstück saß so eben
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Souham, als Musketenblitz
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Sich ihm zeigt. Schnell auf vom Sitz
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Springt der Marschall, führt hervor
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Kühn sein untergeb’nes Corps! —
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Stürmt Groß-Görschen fest und sicher.
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Waten würden durch den Styx
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Roeder, Ziethen, Horn und Klüx. —
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Mit dem Küraß auf der Brust,
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Brandenburger, wie bewußt,
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Königs Bruder. — Pallaschklingen
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Bei Starrsiedel Franken laufen! —
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Von der Straße abgekommen,
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Die nach Leipzig er genommen,
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Eilt er her mit Divisionen
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Reitet selbst (er nahm bedacht,
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Daß verlorne erste Schlacht
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Jhm Europa’s langen Glauben
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Auf sein Siegspatent kann rauben.)
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Seiner Braven. Manch’ Getreuer
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Staunt: Sein Abgott hält im Feuer! —
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Doch hier hilft kein langes Warten.
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Zwischen Häusern, Bächen, Garten,
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Mit dem Bajonett, dem Degen,
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Tritt der Mann dem Mann entgegen!
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Hört die Kolben donnernd hammern,
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Wunde ächzen, stöhnen, jammern! —
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Thürmt sich gleich ein Berg von Leichen,
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Will doch keiner Anderm weichen!
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Raja noch, bei Rhano’s Hügeln
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Preußens Garden Frankenvolk. — Jm Schrecken
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Letztre die Gewehre strecken. —
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Höhnisch, spricht mit scheuem Blick
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Zu den Helden, die zurück
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Als Begleiter ihn umstehn,
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Wähnt Jhr, Stern wird untergehn? —
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Für den Augenblick erblassend,
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Aber schnell sich wieder fassend
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Bildet er, — Noth that ihm Eil, —
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Einen breiten Krieger-Keil.
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Sechzig Leibwehrbataillonen
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Folgen achtzig Stück Kanonen.
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Nach Klein-Goerschen diese Mengen. —
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Theilweis weicht, — so will’s Geschick, —
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Preußens Kriegerschaar zurück.
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Helfend führt sogleich hervor
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Doch wie einst in Lützner Schlacht,
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Pappenheim erschien von Halle,
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Kommt jetzt Welschlands Prinz
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Gegenüber sah man stehn
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Aehnlich dem von Belgerad. —
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Kanownizin's Grenadiere
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Hielten gleichfalls ohne Wanken
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So bis in die tiefe Nacht
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Währte jene heiße Schlacht;
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Und es glaubt auf beiden Seiten
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Jeder, daß er Sieger sei.
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Jetzt noch läßt sich drüber streiten.
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Sicher bleibt’s: Am zweiten Mai
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Fest für König und für Land
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Preußens Heer im Kampfe stand. —
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Manch Gelehrter, fein von Sitte,
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Als Gemeiner in der Mitte
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Jenes Heeres, kämpfend brav,
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Ging hier ein zum ew’gen Schlaf. —
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In der Sterbenden Gewimmel
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Hört man kaum den Schmerzenslaut.
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Mit verklärtem Blick gen Himmel
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Der Todtwunde dankbar schaut!
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Ward die Freud’ ihm doch gegeben,
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Preußens Aufstehn zu erleben. —
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Der Russen und der Preußen Macht
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Behauptete noch in der Nacht
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Das Feld, auf dem man schlug die Schlacht.