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So wie ein donner-keil durch hohle cedern fährt/
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Wenn der gepreßte knall den grünen wald erschüttert:
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So hat des himmels krafft auch meinen geist verzehrt/
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Da sie/ betrübteste/ vor seinem donner zittert.
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Mein brieff soll voller trost und voller zucker seyn;
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Was aber soll mir doch die schwache feder rühren/
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Indem wir halb erstarrt cypressen-zweige streun/
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Und ihren liebsten sohn zum schwartzen grabe führen?
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Ach allzulieber sohn! ach allzuschwartzes grab!
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Wie bald kan glück und zeit doch seinen wechsel finden!
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Wie bald fällt doch die frucht der reiffen hoffnung ab/
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Wenn unser lebens-baum läst seine pracht verschwinden.
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So unbeständig ist der grosse Barmach nicht;
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So weiß Suratta nicht das wetter zu verkehren;
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Als wenn des himmels-schluß durch die gedancken bricht/
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Und unsre Babel sich wie schatten-werck verzehren.
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Wer rühmte/ seligster/ nicht deiner jugend glantz/
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Die wie ein feigen-baum vor blüte frucht getragen/
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Als dir die tugend selbst den grünen lorbeer-krantz
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Und ihren ehren-preiß üm deinen kopff geschlagen?
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Und dennoch schleust die grufft itzt deinen schimmer ein/
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Der freunde lust-stern muß mit deiner brust erbleichen;
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Und dein entseelter mund wird selber zeuge seyn/
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Daß muth und jugend nur dem porcellane gleichen.
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Des vaters edler ruhm/ der ahnen tapfferkeit/
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Wird numehr allererst auff erden sich vermissen;
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Nachdem der wunder-fall der kummer-vollen zeit/
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Dich/ als ihr ebenbild/ der stoltzen welt entrissen.
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Doch dieses nicht allein: das theure Schlesien/
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Fängt auch an über dich/ als seinen sohn/ zu klagen/
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Und schaut mit thränen an/ daß hier die Najaden/
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Und nicht sein mutter-arm dich kan zu grabe tragen.
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Zuletzt kommt Themis selbst und denn die tapfferkeit:
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Die bricht den festen schild bey deiner grufft in stücken/
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Und jene hat den leib mit flor und boy bestreut/
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Und will dich noch als kind an ihre brüste drücken.
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Diß schreib ich aber nicht/ was deiner brüder weh
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Vor liebes-seuffzer läst nach deiner seele schiessen;
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Noch wie die mutter selbst aus ihrer hertzens-see/
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Das saltz der thränen läst als rundte perlen fliessen.
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Ein offtbeklagter todt verdoppelt nur die pein/
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Und der muß grausamer als rasende Cyrcassen/
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Und unempfindlicher als wilde Mohren seyn/
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Der nicht auff deinen ruhm soll frische thränen lassen.
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Welch nebel aber klebt doch meinen augen an?
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Genug/ betrübteste/ die thränen sind verstrichen:
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Ihr allerliebster sohn tritt auff des himmels-bahn/
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Und ist dem Ninive der erden ausgewichen.
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Sein blut-bespritzter leib macht nun in JEsu schooß
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Die rosen-rothe bach zu reinen silber-qvellen:
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Nachdem die seele sich von allen sünden loß/
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Vor GOttes augen kan in weissem atlas stellen.
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Die engel waschen selbst der wunden scharlach ab/
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Und lehren wie er soll dem höchsten opffer bringen;
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Er/ der zu guter nacht/ durch das bedeckte grab/
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An seine freunde noch läst diesen trost erklingen:
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Adjeu! Ich lebe wohl; denn ist gleich meine brust/
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So wie der abend-glantz bepurpert untergangen:
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So glaubt/ daß nach der zeit die sonne meiner lust
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Auch wie der morgen wird in vollem golde prangen.