Die Herrlichkeit der Lillien

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Johann Justus Ebeling: Die Herrlichkeit der Lillien (1747)

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Holde Lillie, schöne Blume!
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Prange zu des Schöpfers Ruhme,
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Der dein weises Unschuldskleid,
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Mit so grosser Herrligkeit,
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Wundernswürdig ausgeschmükket;
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Wenn ich dich mit regen Sinn
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Aller Blumen Königin!
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Auf dem grünen Thron erblikket:
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So deucht mir, es kan dein Funkeln,
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Aller Fürsten Glanz verdunkeln.

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Ja die Schrift das Buch der Warheit,
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Rühmet deinen Glanz und Klarheit,
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Und des Höchsten Lehrers Mund,
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Macht uns deine Schönheit kund.
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Unser Sinn wird überführet,
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Daß der König Salomon,
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Der auf einem güldnen Thron,
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Mehr als Königlich gezieret,
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Keine solche Pracht gewiesen,
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Als uns wird an dir gepriesen.

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Dieses Königliche Prangen
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War mit manchen Schmuk behangen;
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Salomonis Purpur-Kleid,
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Schimmerte mit Herrlichkeit:
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Und sein majestätisch Wesen,
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Borgte Ansehn, Pracht und Schein,
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Von so manchen Edelstein:
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Alles war recht auserlesen,
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Heitre Blizze, bunte Strahlen,
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Könnten ihn recht herrlich mahlen.

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Wie seid ihr, ihr Erdenkinder,
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Salomonis Ueberwinder,
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Uebertrift eur Attlaskleid,
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Den bestrahlten Purpur weit?
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Ja! wir müssen es gestehen,
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Wer euch, wenn ihr blüht, beschaut,
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Kan den, der euch auferbaut,
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Und eur Meisterstük besehen:
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Denn eur Schmuk ist auserlesen,
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Und ein angebohrnes Wesen.

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Eurer Blätter zart Gespinste,
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Offenbahrt uns Wunderkünste;
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Uebertrift noch den Attlas;
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Wenn man durchs Vergrößrungs-Glaß
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Jhre Zärtlichkeit besiehet,
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Und die Faden dran erwegt,
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Wie sie wunderbar gelegt;
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Wie dadurch ein Lichtstrahl glühet:
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So muß man gerührt erkennen,
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Daß ihr herrlich seid zu nennen.

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Man wird auf den glatten Flächen,
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Wenn sich dran die Strahlen brechen,
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Viele Kügelchen gewahr,
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Die durchsichtig, schimmernd klar:
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Wer dies sieht, der solte meinen,
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Daß auf einem Lillien-Blat,
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So viel als es Höhen hat,
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So viel Edelsteine scheinen;
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Und daß es mit Regenbogen,
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Von dem Schöpfer überzogen.

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Ja! von einem jedem Ende,
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Wo ich mich hindreh und wende,
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Blizt hervor ein solcher Schein,
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Worin alle Farben seyn,
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Die im Regenbogen strahlen:
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Denn die Bläsgen sind gefüllt,
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Und was darin nasses quillt,
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Fliest darin als wie in Schalen,
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Und kann durch der Sonnen Blikken,
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Solche Pracht ins Auge schikken.

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Weiser Schöpfer! Sonnen Sonne!
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Warum hast du solche Wonne,
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Solche Herrlichkeit und Pracht,
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Für die Lillien ausgedacht?
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Du hast sie so schön geschmükket,
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Wie der tausendste kaum sieht,
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Der wenn eine Lillie blüht,
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Sie nur obenhin erblikket,
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Möchten wir dein herrlich Wesen
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Darin als im Spiegel lesen!

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Pranget nicht mit eurem Kleide,
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Menschen! wenn ihr Sammt und Seide,
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Eurem Körper angelegt;
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Weil ihr, wenn ihrs recht erwegt,
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An der Lillien gleiches sehet,
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Ja! sie ist noch mehr bekränzt,
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Weil draus jede Farbe glänzt,
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Ob sie morgen gleich vergehet:
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Lernet daran eitle Seelen,
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Für euch beßren Schmuk zu wählen.

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Sucht ihr wollgeschmükte Tokken
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Jedes Augen anzulokken,
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Durch der Kleider äusre Zier;
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So stellt euch die Lillien für,
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Die den Vorzug schon gewonnen;
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Und ihr weises Attlas-Kleid,
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Angebohrner Herrlichkeit,
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Ist viel feiner noch gesponnen,
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Als der Zierath den ihr liebet,
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Der euch Schmuk und Ansehn giebet.

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Wer als Mensch sich will erheben,
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Find im Tugenhaften Leben,
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Seinen Sch
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Wer der Tugend anverwandt,
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Ist viel herrlicher zu schäzzen,
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Als der, der des Schöpfers Bild,
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In verbrämmte Dekken hüllt,
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Und sich suchet zu ergözzen,
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An dem Schmuk der eitlen Sachen,
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Die doch keinen schöner machen.

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Wolt ihr nicht den Lillien weichen,
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Jhrer Schönheit Schmuk erreichen,
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So seid stets darnach bemüht,
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Wie ihr schwarze Laster flieht.
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Diese weisse Unschuldsfarbe,
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Die an ihrer Blätter Sammt,
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Reinlich strahlt und lieblich flammt,
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Lehrt euch: Flieht der Laster Narbe;
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Wer der reinen Tugend fröhnet,
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Ist mit Lillien Schmuk gekrönet.

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Aeusre Schönheit, innre Güte,
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Ist bey dieser Garten Blüte,
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Auf das herrlichste vereint:
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Wenn sie wie ein Silber scheint,
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Das mit Edelstein behangen;
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So kann unsre Nase auch,
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Jhres Kelches süssen Rauch
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Jhre Ausdünstung auffangen,
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Die in das Gehirne fliegen,
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Und die Seele selbst vergnügen.

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Trachtet auch in eurer Jugend,
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Daß bey eurer Schönheit, Tugend
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Pracht und Nuz verschwistert sey;
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So kommt ihr den Lillien bey.
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Da ihr so in Ansehn blühet,
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So wird eures Nahmens Ruhm,
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Wenn die äusre Schönheits-Blum,
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Endlich welkt von hinnen fliehet,
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Dennoch unverlezt bestehen,
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Und nicht leichte untergehen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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