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Süsser duftet die Flur, und kühler hauchet der
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Nur ein welkendes Roth weilt am azurenen West.
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Stille thauet herab, und Ruh’, und sanfte Be-
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Auf den einsamen Pfad, welchen der Waller
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Hesperus schaut auf ihn mit freundlichen Blicken
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Lispelt segnend ihm zu: Geh’ in Frieden dahin!
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Ich auch wander’ umher, und such auf einsamen
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Ruh’ und lindernden Trost für mein sinkendes
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Ach vergebens! — O du der besten Jünglinge
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Den ich liebe, so sehr, als ich zu lieben ver-
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Dem die milde Natur der Gaben schönste, die selten
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Sie verleiht, ein Herz zarter Empfindung,
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Den sie der Freundschaft schuf, der Lieb’, und
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Sanfte Melancholie, deine Feindinnen nicht!
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Ach du windest dich los aus deines Freundes Um-
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Scheidest zögernd von ihm — ach! auf ewig
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Also sind sie dahin, der Freundschaft heilige Jahre,
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Deren jeglicher Tag fester und fester uns band?
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Also sind sie verblüht, die Veilchen, welche mir
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Deine gefällige Hand streut’ in den mühsamen
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Nein! sie sind nicht verblüht! In jeder heiteren
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Kehrt mir lächelnd zurück jede genossene Lust.
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O dann sollen mich oft Phantome der Abend’ um-
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Die, uns jeglichesmal täuschend, zu flüchtig ent-
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Jezo wanderten wir, mit Frühlingsruhe ge-
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Arm geschlungen in Arm, blühende Thäler
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Lagerten jezo uns hin am moosigen Ufer des
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Und dem süssen Geschwäz horchte vertrau-
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O, wie schmolz uns dann das Herz in sanfter
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O, wie schmeckten wir dich, himmlische Freund-
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Einstens pflückt’ ich zwo junge Vergißmeinnicht,
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Wo am klärsten er floß, sie in den kräuselnden
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Eine riß er hinweg; die andere weilt’ am Ufer!
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Und du starrtest mich an; Thränen bewölkten
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Ich verstand dich! Auch mich ergrif der bängste
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Ach! wenn einst das Geschick uns wie die
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So schlich Wehmut oft in unsere Freuden; so
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In dem Myrtengebüsch’ eine Zypresse mit
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Oftmal standen wir still am schroffen Hange des
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Müden Pilgern gleich, über die Stäbe gelehnt;
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Und umhüllte mich dann der Nebel der schwarzen
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O so schüttet’ ich, Freund, dir in das deine
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Seufzend hörtest du mich, und jede Sorge, die
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Du mir nahmest, erhob meine beklommene
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Phantasie, wo gaukelst du hin? — O Bester,
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Du nicht wieder die Last meiner beklommenen
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Ach nun fliehst du! Verweil! daß in der lezten
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Eine Thräne nur noch misch’ in die meinige sich.
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Segen geleite dich, Freund! O sei der Liebling
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Jenes reineren Glücks, welches der Weise
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Sei deß Liebling, wie du der menschenfreundlichen
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Und der Weisheit es bist! Segen geleite dich,