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Ich bin ungemein erfreut, daß es unser HErr gefüget,
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Daß ich gegenwärtig bin, da dich dieser Tag vergnüget.
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Allertheurste Hertzens-Schwester! dreyßig Jahre sind
zurück;
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Und es strahlt noch diesen Abend Christi erster Gnaden-Blick.
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Billig ruft dein froher Mund: Solt ich meinen GOtt nicht
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Denn ich sehe, wie ers meynt, er ist treu in all en Dingen:
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Meiner Seelen Wohlergehen hat er seliglich bedacht.
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Will dem Leibe Noth zu stehen, nimmt ers gleichfalls gut in acht.
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Wenn ich nichts mehr machen kan, aus gewissen Unvermögen,
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Kommt mein GOtt und hebt mir an sein Vermögen bey zulegen:
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Dieses hast du jüngst erfahren. O wohlan! erwecke dich,
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Lobe diesen mächtgen Konig, diesen Guten, inniglich.
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Ruhe! denn es wäre ja nicht erlaubet mehr zu sorgen,
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Und der Zweck der Prüffungen ist dir selber unverborgen:
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Die in unsre treue Liebe sinckende Gelassenheit,
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Ist die Absicht unsers Königs und des Raths der Ewigkeit.
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Schwester! wirf denn hinter dich, zum Beschluß der dreyßig
Jahre,
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All es, was dahinten ist, und zum Ziel der Freyheit fahre,
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Und der König, dem wir dienen, ruffe dir nach seiner Treu.
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Und nach meinem Wunsch entgegen: Sieh! ich mache alles neu.
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Dieses neue Lebens-Jahr stelle dich mit neuen Kräften
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Deinem gantzen Hause dar zu den stärcksten Lichts-Geschäften,
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Daß du unsers HErrn Gewerbe treibest in und ausser dir,
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Und dem grossen Chor der Schwestern, als ein Stern-Licht,
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Welch ein unvergleichlich Lob wird durch alle Reigen dringen,
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Wenn sie ihres Meisters Ruhm über deinem Preiß besingen!
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Und wie groß wird deine Freude bey der Uberlegung seyn,
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Einer also hochbegnadigt-Apostolischen Gemein!
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Wachs in tausend tausendmal, denn du bist ja unsre Schwester,
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Siege deinen Feinden ob, wie die dran gewagte Esther:
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Weil die Schwester-Liebe brennet, o! so brich herfür in Kraft,
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Weil dir Thor und Thüren offen, zeuge, was das Beugen schaft.
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Ich gesteh es öffentlich, daß ich in der Creutz-Gemeine
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Gerne als die Niedrigste vor des Leibes Haupt erscheine,
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Daß mir Leut und Land beherrschen lange nicht so nöthig thut.
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Als der Gnaden-Zucht gehorchen in dem Kirchlein Herrenhut.
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Darum will ich Muth und Sinn, Volck des HErrn! mit dir
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Meine Wollust ewiglich in der Liebes-Art zu finden,
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Die sich selbst voran verläugnet, ihre Schätze, ihr Gerücht,
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Jhr Gemächlichseyn und alles: aber nur die Brüder nicht.
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Schwester, wenn uns vor dem Thron, nach vollbrachten
Thränen-Saaten,
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Alle Welt gestehen muß, daß uns unsre Saat gerathen:
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O! wie will ich dich umhalsen, und die
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Jetzo last uns Schmach und Lasten tragen; und von Hertzen