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Die Liebe hat dich schon ins Ehe-Band geknüpft
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Zu einer solchen Zeit, da du allein zu leben
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Dir noch nicht viele Müh auf dieser Welt gegeben.
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Es scheinet, daß sein Rath dir manches überhüpft:
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Du solst vielleicht gar bald von aller Last der Erden
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Erkauft und frey gemacht und ihm vollendet werden.
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Gewiß, wer seinen Zug an deiner Seele sah,
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Und wie er dich so gleich an seinen Hals gerissen,
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Noch, eh er dich den Weg zum Leben lassen wissen;
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Kaum war sein Winck geschehn, so war dein Hertze da.
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Wer deines Bräutgams Ruf und meine Werbung kennt,
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Der hat dich schon gar oft ein selig Weib genennt.
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Du giengest biß daher in grosser Stille hin:
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Der harte Eigensinn verfolgte zwar dein Leben,
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Allein, er muste dich dem Bräutigam ergeben;
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Der Bräutigam ergrif dein Hertz und deinen Sinn.
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Ich unterließ denn nicht, so viel ich nur kan dencken,
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Dein Wesen mehr und mehr ins rechte Gleiß zu lencken.
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Doch JEsu Fleisch und Blut, das dein geworden war,
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That ohne Zweiffel hier das Beste bey der Sache!
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Und also blieb der HErr nun unter deinem Dache,
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Und schützte deinen Geist vor mancherley Gefahr;
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An seinem Creutze ward dein strenger Sinn zerrieben,
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Und meines Königs Wort in dein Gemüth geschrieben.
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So führte er dich auch zu deiner Ehe ein,
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Die Tage, da du dich auf deine Hochzeit schicktest,
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Und in des Bräutgams Hertz mit Ehrerbietung blicktest,
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Und da du in dem Sinn des Lammes GOttes standest,
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Was Wunder, daß du auch sein Liebes-Hertz empfandest.
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Vergiß der Liebe nicht. Die Hölle könte dir,
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Wann du nicht Treue hieltst, kein gnugsam Feuer heitzen,
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Der Zorn des Lammes würd’ ein Heer von Zeugen reitzen,
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Die hielten dir sein Hertz und deine Boßheit für.
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Ich selber müste dir in JEsu Nahmen fluchen,
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Und du würdst einen Raum zur Reu vergebens suchen.
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Nun, Schwester! lasset uns dem HErrn mit Leib und Sinn
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Die ihm doch ewiglich geschwohrne Treue halten,
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Und solt uns Angst und Schmertz den Eigenwillen spalten;
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So geh er in den Tod und Untergehen hin.
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Herr JEsu! nimm diß Hertz, und opfers deiner Treue,
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Damit es sich an dir vergnüge und erfreue!