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Herr JEsu! segne Sie um deines Nahmens Willen,
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Die unser beyder Hertz als Vaters Schwester ehrt.
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Ach! fahre fort den Geist zu setzen und zu stillen,
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Den noch so mancherley von aussen her beschwehrt!
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O Liebe! hast du nicht für sie den Tod gelitten,
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Nicht deiner Gottheit-Glantz mit Dunckelheit bedeckt,
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Nicht mit dem hellen Schwarm der Schlangen-Brut ge-
stritten,
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Nicht dich in eigner Krafft für Sie auch auferweckt,
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Nicht, daß sie herrschete, dich selbst zum Knecht verkauffet,
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Und dürftig arm gemacht, die Seele reich zu sehn,
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Nicht dich mit Flamm und Brand des Zornes selbst getaufet,
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Um Sie zu würdigen durch Meer und Feur zu gehn?
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Ja, HErr! dis alles ist für Sie so wohl geschehen,
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Als uns und andere; Ja darum littest du:
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Sie soll dein Antlitz einst versöhnt im Friede sehen;
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Durch deiner Arbeit Krafft, gedeyhet sie zur Ruh:
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Ja: aber darum bist du nicht herab gekommen,
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Daß du nur bloß allein der Sünden-Träger seyst:
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Du scheinest Gnaden-Licht und Leitstern aller Frommen;
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Damit du uns zugleich von aller Nacht befreyst:
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Dein Wandel solte uns, o GOtt-Mensch! deutlich weisen,
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Wie jeder GOttes-Mensch in unbeflecktem Sinn,
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Mit seinem Lebens-Lauf den Nahmen Christi preisen,
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Und also streiten soll, daß er den Crantz gewinn.
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Als Christ ist man nicht Graf, nicht Fürst, nicht edler Ritter;
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Dis dünckt dem edlen Geist ein ungereimter Tand.
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Jhr Nicht! ist Christi Wort: Die Lehre schmeckt wohl bitter,
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Wenn man des Christen Staats-Gesetze nicht erkannt.
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Denn hiemit werden nicht die Stände aufgehaben:
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Die sind in ihrer Art als wie ein Boten-Schild,
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Damit wir durch das Land der Cananiter traben,
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Wo als ein Passeport der Ehren-Titul gilt.
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Wie macht es denn ein Christ bey dem sich Würde zeiget?
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Er braucht sich seiner Höh, in grosser Niedrigkeit;
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Sitzt er im Fürsten-Glantz, die Seele liegt gebeuget,
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Und hälts vor Tages-Last der letzten bösen Zeit;
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Man hoft, wie David einst, mit denen die auf Erden
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Verachtetes Geschmeiß in Michals Augen sind,
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Zum rechten Ehren-Schmuck hinauf gerückt zu werden:
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Und eben darum wird man hier ein kleines Kind.
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Das Eine, was man noch vom hohen Stande haben,
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Das, wie man ihn allein im Seegen führen kan,
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So ist man droben groß, so hat der HErr gethan.
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Das sehen andere, die werden denn beweget,
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Und solches schläget uns zu lauter Palmen aus:
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Ein Hertz, aus Eifecsucht zur Seeligkeit erreget,
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Baut seinem Förderer ein Stück ans Lebens-Hauß.
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Nun Hochgebohrne Frau, Sie heist hier nicht vergebens
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Und nach dem Schatten groß. Sie ist auch Obrigkeit,
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Sie kennt die Last davon, die Pestilentz des Lebens;
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So mache sich Jhr Geist zur rechten Höh’ bereit!