Lucidor. An das Frawen Zimmer

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Georg Rodolf Weckherlin: Lucidor. An das Frawen Zimmer (1641)

1
Jhr Nymfen diser welt der einig wehrte pracht
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Mit deren lieblichkeit die himmel sich erlaben;
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Die Götter haben sich schier mangelhafft gemacht
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Euch reichlich zu begaben.

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Auch ist das lob so groß von der vollkommenheit
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Dadurch die Helden jhr der freyheit gern beraubet/
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Daß es das grobe Volck für eine eytelkeit
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Schier haltend vngern glaubet.

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Weil aber ich nu sih daß ewer angesicht
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Mit so liebreicher brunst das beste hertz versehret/
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Sprich Ich daß ewer lob mit einigem gedicht
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Die warheit nicht vermehret.

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Dan ewrer augenschein ist so süß/ keusch vnd klar
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Daß wer sich jmmer Euch zu loben wolt bemühen/
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Der kan/ wie weiß er auch/ mit seiner witz gefahr
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Kaum seiner schand entfliehen.

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Ich meines theils kam nu weit vber Meer hieher/
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Euch allen nach gebühr ehr vnd dienst zu erzaigen:
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Venus ist fro vor Euch (als jhrer herschung ehr)
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Gebührlich sich zu naigen.

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Wolan so lasset nu mich Ewrer augen glantz/
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Vil klarer dan die Sonn/ inbrünstiglich erquicken!
23
Nur ein liebreicher blick kan mit dem Lorbör-Krantz
24
Mich alsobald beglicken.

(Weckherlin, Georg Rodolf: Gaistliche und Weltliche Gedichte. Amsterdam, 1641.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Georg Rudolf Weckherlin
(15841653)

* 15.09.1584 in Stuttgart, † 23.02.1653 in London

männlich

deutscher Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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