An Herren Martin Opitzen Fürtrefflichen Teutschen Poeten

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Georg Rodolf Weckherlin: An Herren Martin Opitzen Fürtrefflichen Teutschen Poeten (1641)

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Jn dem mein Ohr/ hand/ mund schier müd/ die
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schwere plagen
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Die diser grosse Krieg mit hunger/ schwert/ pest/
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brand/
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Vnd vnerhörter wuht auff vnser Vatterland
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Auß giesset/ ohn ablaß zu hören/ schreiben/ klagen/

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Da ward mit wunder mir vnd mit wohn fürgetrage:
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Mein Opitz/ deiner lieb vnd freindschafft wehrtes
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pfand/
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Pfand/ welches mir alßbald die feder auß der hãd/
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Vnd auß dem mund vnd gaist die klag vnd layd
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geschlagen.

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Dan ja dein Orgelstraich/ vnd deiner Harpfen klang
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So lieblich das gehör vnd hertz zugleich berühren/
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Daß (wer siñreich) mit mir erforschet jhrē zwang/

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Der kan nichts dan dein werck vnd wehrt zu hertzen
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führen/
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Vnd sein mund muß dich bald mit einem lobge-
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sang/
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Vnd seine hand dein haupt mit Lorbörzweigen
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zieren.

(Weckherlin, Georg Rodolf: Gaistliche und Weltliche Gedichte. Amsterdam, 1641.Aus: Haider, Thomas: Deutsches Lyrik Korpus (DLK) v5.0, 2022. Ursprünglich aus Wikisource (Wikimedia Foundation Inc.) übernommen und durch das Deutsche Textarchiv (DTA) aufbereitet und angereichert; als DLK-Ausgabe bearbeitet und kuratiert. Lizenz: Verbreitet unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International Lizenz (CC BY-SA 4.0). Änderungen: Textkorrekturen, Anreicherung mit Metadaten und Textannotationen sowie Konvertierung durch Textopus.)

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Georg Rudolf Weckherlin
(15841653)

* 15.09.1584 in Stuttgart, † 23.02.1653 in London

männlich

deutscher Lyriker

(Aus: Wikidata.org)

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