S onnet. A ls er A malien in B ade sahe

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Christian Friedrich Hunold: S onnet. A ls er A malien in B ade sahe (1702)

1
Hilff Himmel welcher Schmuck der Perlen weissen Glieder!
2
Ließ mir der zarte Leib an seiner Blösse sehn!
3
Die Brüste lagen hier gantz ungewöhnlich schön.
4
Die Hände spritzten sie an Bauche hin und wieder/
5
Sie hub das eine Bein zu waschen auff und nieder/
6
Daß mir das Paradieß recht offen konnte stehn.
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Ich sang': Amalia/ laß mich doch zu dir gehn/
8
Alleine Scham und Zorn verstimmten meine Lieder.
9
Ach Venus unsrer Zeit! du bist Diana nicht/
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Die in den Brunnen gleich des Todes Urtheil spricht/
11
Doch sucht dein strenger Grimm mein Leben zu verkürtzen/
12
So fällt Narcissus dort in Brunnen/ den er sieht:
13
Weil nun mein stoltzer Geist zu gleichen Spiegel flieht/
14
So kanst du mich zur Straff' in deinen Brunnen stürtzen.

(Hunold, Christian Friedrich: Die Edle Bemühung müssiger Stunden. Hamburg, 1702.Aus: Haider, Thomas: Deutsches Lyrik Korpus (DLK) v5.0, 2022. Ursprünglich aus Wikisource (Wikimedia Foundation Inc.) übernommen und durch das Deutsche Textarchiv (DTA) aufbereitet und angereichert; als DLK-Ausgabe bearbeitet und kuratiert. Lizenz: Verbreitet unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International Lizenz (CC BY-SA 4.0). Änderungen: Textkorrekturen, Anreicherung mit Metadaten und Textannotationen sowie Konvertierung durch Textopus.)

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Christian Friedrich Hunold
(16811721)

* 29.09.1681 in Wandersleben, † 16.08.1721 in Halle (Saale)

männlich, geb. Hunold

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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