4.

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Arno Holz: 4. (1886)

1
Nur der Nachtwind spielt in den Bäumen,
2
Und heimlich vermahnt mich der Mondenschein:
3
Nun ist es Zeit zum Träumen.
4
Ja, träumen will ich, das Haupt in der Hand,
5
Von dir, die den Frieden mir brachte;
6
Es ging ja noch nimmer ein Stündlein ins Land,
7
Darin ich nicht deiner gedachte.
8
Du Leid meines Leides, du Lust meiner Lust,
9
Schlägst du doch als Herz mir hier tief in der Brust!

10
Dein Augenspiel grüßt mich im Funkeln des Thaus,
11
Der rings auf die Gräser gefallen,
12
Und dein Athem weht drüben ums Gartenhaus,
13
Das die Düfte der Maien umwallen.
14
Und was nun im Flieder die Nachtigall singt,
15
Sind ach, meine eignen Gedanken,
16
Die blüthenumflüstert und silberumblinkt
17
Um meine Liebe sich ranken.
18
Ach, was ich nur jemals gefühlt und gedacht,
19
Nun klingt es hinaus in das Schweigen der Nacht!

20
Nur Eins hat sich nie und nimmer gewußt
21
In schmelzende Töne zu kleiden,
22
Und das ist die aller
23
Und das aller
24
Doch wo ein Herz ein Herz versteht,
25
Da öffnen sich golden die Pforten
26
Und flüsternd vor Andacht, wie ein Gebet,
27
Erklingt's in den heiligen Worten:
28
Dich liebt ich immer, dich lieb ich noch heut
29
Und werde dich lieben in Ewigkeit!

(Holz, Arno: Das Buch der Zeit. Lieder eines Modernen. Zürich, 1886.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Arno Holz
(18631929)

* 26.04.1863 in Kętrzyn, † 26.10.1929 in Berlin

männlich, geb. Holz

Journalist, deutscher Dichter und Dramatiker des Naturalismus (1863-1929)

(Aus: Wikidata.org)

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