1
Auf entflammte Geister auf! schwinget der
3
Zu dem Anfang aller Zeit, wo die Welt
5
In dem dunklen Nichts vergraben, da
7
Auser das erhabne Wesen, das der Dinge Ursprung
9
Und sich nur allein bekand. Auf! beschreibt in kla-
11
Wie sich auf der Gottheit Wink, alles offenbahren
13
Du unentlich ewigs Wesen! hülltest dein nothwen-
15
In den unbestimmten Grenzen dunkler Ewigkeiten
17
Bis es, unbeschreiblich All! wie wir unbegreiflich
19
Deiner Weisheit, deiner Macht, diese Welt zu
21
Auf dein würkend Allmachts Wollen kam der Ele-
23
Aus des Nichtes dunklen Schosse, brach hervor des
25
Daß man sonsten Chaos nennt, dessen schwermen-
27
Wie ein untermengter Stoff von der Erde, von dem
29
Ja! von allen Kreaturen, die durch deine weise
31
Binnen den sechs Schöpfungstagen in der Ordnung
33
Welch unendlicher Verstand! der dis auf einmal
35
Und ein iedes an dem Ort, aus der Klufft hervor-
37
Welch durchdringend sehend Auge hat dies alles
39
Was dazu erfordert würde, eh die Welt recht
41
Welche Theile, welchen Raum sie nach ihren Stand
43
Dieses alles zeiget klar von allwissend weisen
45
Da die Welt in ihrer Ordnung, in die Kette ein-
47
Die das nun bestimmte Ganze, zu verbundnen Ku-
49
Deines Geistes rege Kraft, die den wüsten Klump
51
Und den neblicht düstern Grund durch den Allmachts
53
Trieb die ungeformten Theile der Materie der
55
Daß sich alles nach einander, in der Ordnung dar-
57
Wie die schnelle Scheidung kam; da must in ge-
59
Alles wo es hin bestimt, in gewisse Grenzen
61
Dein allmächtig würkend Reden, rief der dunklen
63
Die aus ihren schwarzen Raume alsobald das Licht
65
Das mit seinen hellen Strahl auf der trüben Tiefe
67
Und den angeflammten Tag von des Nachtes Schat-
69
Da die lichten Feuertheile sich so lang herumbe-
71
Bis das helle Meer der Sonne, sich in seinen Kreis
73
Welch ein Abgrund folgte da, in den ausgedehn-
75
Als dein Wink die Veste lies in gespannten Dün-
77
O! ein Raum der unsre Blikke, wenn sie noch so
79
Und den Geist der ihn ermisset, schwindelnd in Ent-
81
Zeigte sich drauf Grenzenlos, als die Lufft sich
83
Und in einer freien Höh, von dem Licht verdünnt,
85
Wer kan dieses Lufft Gewölbe, das sich mit den
87
Und in hocherhabnen Kreisen, nach dem Gleichge-
89
Ohn Verwunderung ansehn? Da so ungeheure
91
Durch die Allmacht unterstützt, gar auf keinen Pfei-
93
Du o! HErr von grosser Kraften, du erhälst der
95
In dem regel mäßgen Schweben, blos durch deinen
97
Darum muß ein ieder Blick, nach den tief gewölb-
101
Lag der Erden tieffe Fläche, noch mit Wasser ü-
103
Und in ausgeschäumten Schlamme, einer tieffen
105
So floh auf ein einzig Wort, das im Anfang hies:
107
Das Gewässer aufgethürmt, von dem dichten Grund
109
Rauschend in die tieffen Schlünde die dem Boden
111
Wo sie in die steilen Uffer, als in Schranken ein-
113
Jhren wirbel vollen Lauf, in den Bächen, Flüssen,
115
Schlingend durch den trocknen Ball ausgehölter Er-
117
Also wurden die Gewässer, in die Grüffte ein-
119
Und durch Bäche, Flüsse, Seen zu dem Welt Meer
121
Welches die allweise Macht in die Riegel so ge-
123
Daß es nicht mehr wie zuerst Erd und alles über-
125
Und so ward der Boden trokken, dessen schwärzli-
127
Auf der Höchsten Macht Geheisse, gleich der An-
129
Als die innre Saamen Kraft, auf einmahl hervor-
131
Welches Gras der schroffen Fläch unsrer Erd, zur
133
Da sind Kräuter, Bäume, Blumen, mit der bunt
135
An dem dritten Schöpfungstage uns zum Nutz, her-
137
Eh der Mensch, der Herr der Welt, noch sein Lust-
139
Ward schon alles angeschafft, was er zum Besitz
141
O! du Vater alles Lichtes, hier erscheint die Vor-
143
Deine weise Wundergüte, die noch ohne Aende-
145
Zur Erhaltung des, was lebt, läst den schwangern
147
Von des Saamens Blüt und Frucht, alle Jahre
149
Welch Vergnügen lies sich sehen, da das schöne
151
Sich an diesem Schöpfungstage, mit der holden
155
In dem edlen Unschuldsstand eingeräumt zum Lust-
157
O! du Wohnplatz süsser Ruhe, Auffenthalt der
159
Ewger Güte Gnadentempel, wer kann nach der Herr-
161
Die aus unser Schuld verlohrn, sehnsuchts voll zu-
163
Ohne sich dein reizend Bild, dabei ins Gemüth zu
165
Alles, was man Schönheit nennet, alles was man
167
Was uns zum Vergnügen wächset, was uns zum
169
Was den Sinnen wollgefällt, war in Edens grü-
171
Mit entzückter Herzenslust damals reizend anzu-
173
Dies o! Schöpfer hat dein Wollen nach einander
175
Was vor Wunder aber stekken in der tieffen Un-
177
In der Erden harten Schooß, in den ausgehohlten
179
Die bei diesem Tagewerk, noch mit Andacht zu
181
Wenn man in die Eingeweide der verborgnen Erde
183
In die dunklen Schatzes Kammer wo das Gold
185
Und das nützliche Metal: So man muß gerührt
187
Daß der Reichthum deiner Güt, in der Tieffe auch
189
Doch ihr Sinnen hebt euch wieder zu den nun be-
191
Wo sich an dem Firmamente, Sonne, Mond und
193
Welch ein feurig Lichter Heer fängt nun an mit sei-
195
Dieses blaugewölbte Rund zu vergülden, zu be-
197
Welch ein schwebend Feuerballen, welzt sich um
199
Der als eine Uhr der Zeiten, Tag und Nacht in
201
Welch ein heller Silber Mond, rollt mit ungezähl-
203
Die uns bei der Finsternis, dienen, stat der Nacht
205
O! du hoch erhabner Schöpfer! diese zeugen Tag
207
Von der ungemeßnen Grösse einer weisen Wunder
209
Die am hohen Himmels Dach, so viel Lichter auf-
211
Die zu deiner Gottheit Ruhm, als ein schimmernd
213
Wie erstaunet das Gemüthe, wenn es diese Ster-
215
Mit geschärfften Augen siehet, und was solche in
217
Wenn es deren Glanz erwegt, da die blauen Him-
219
Mit dem schwarzen Flor der Nacht allenthalben ü-
221
Alsdenn scheinet uns der Himmel, wie ein ausge-
223
Das auf seinen dunklen Grunde, güldne Saaten
225
Doch will man das Sternen Heer nach den ange-
227
Und ein iegliches Gestirn nach dem Umfangs Kreis
229
So wird uns die Sternen Bühne und derselben
231
Eine unermesne Gegend ungezählter Welten
233
Die im tieffen Abgrunds Thal, zu des Allerhöch-
235
Wenn man immer weiter dringt, aller Zahlen
237
Solte dieses Lustgebäude, das die Weisheit aus-
239
Und der Allmacht würkend
241
Ein bewohnter Schauplatz sein? so must du nach
243
Schöpfer! dieses Wunderhaus mit Lebendigen
245
Wie verlanget; so geschehen. Es bewegte sich das
247
Von lebendigen Gewimmel: Da entstand der Fi-
249
Das da lebt im Wasser reich, in den Teichen, Flüs-
251
Wo derselben Meng und Art ihres Schöpfers Ruhm
253
Ungeheure Meeres Wunder schwingen da ihr Haupt
255
Die mit fürchterlicher Stellung gehen aus der Tief
257
Vor derselben Schreckensblick selbst dieienigen er-
259
Die mit einen frechen Muth, zwischen Lufft und
261
Welch ein Anblick! wenn der Drache, der im Schilf
263
Aufgeschwollne Wellen speiet, in die Höhe schlägt
265
Wenn der Wallfisch daher fährt, vor dem die ge-
267
Als wenn sie sich vor ihm scheun, abermal zurükke
269
Um denselben schwimmt die Menge der beschuppten
271
Die mit rudernden Bewegen, bei der Hin- und Wie-
273
Wie belebte Pfeile schnell, durch die klaren Flu-
275
Und auf ihrer glatten Bahn hüpfend hin und wie-
277
Sieht man mit erstaunten Sinnen, auf die unter-
279
Der beschuppten Wasserbürger, die mit Panzern
281
Denkt man nach die grosse Zahl, da so viele Mil-
283
In dem nassen Wasserreich, in dem Meer und
285
So dient uns dies gros Gewimmel, das wir in
287
Allemahl uns zu ermuntern,
289
Die mit Allmachtsvoller Krafft alle Tiefen ausge-
291
Daß da wo die Fluthen gehn, seine Wundergüte
293
Als das Wasserreich beseelet; ward der Lufftkreis
295
Es entsteht ein Schwarm von Vögeln, der sich in
297
Und die ausgedehnte Kraft anerschafner Flügel
299
Dadurch sich dies leichte Heer segelnd immer höher
301
Welche ungezählte Schaaren füllten da der Lüffte
303
Dabei sich in ieden Arten deine Weisheit kund ge-
305
Schöpfer! da du grosse Kunst, in dies Feder-
307
Daß sich durch der Flügel Trieb über Berg und
309
Welche helle Lust Gethöne schallten da aus ihrer
311
Da sich ein natürlich Gurgeln, daß sie selbsten un-
313
Aus der zarten Kehle drehn, und bei freudigen
315
Jhr Geburthsfest vollenziehn und dir singen Freu-
317
Welch ein Anblick, da der Adler durch das wallend
319
Das er mit den Flügeln theilet, im geschwinden
321
Und der Vogel Reichstag hält, da er in derselben
323
Als ein neu gebohrner Fürst, der Geflügel König
325
Welch ein Heer war da zu sehen, da sich eine iede
327
Nach den Triebe der Naturen an dem Hochzeits
329
Da du als sie kaum gebohren, diesem Lufft Volk
331
Daß auch die Vermehrungs Krafft ihren Körper
333
Als die Lufft also bewohnet, war nur noch die Er-
335
Die belebte deine Güte, durch der Würme krie-
337
Das mit einer Anzahl Vieh, auf dein Machwort
339
Da sah man von Zahm und Wild, grosse neugebohr-
341
Die nach ihres Schöpfers Willen, Wiesen, Felder,
343
Als den angewiesnen Zirkel, wähleten zum Auf-
345
Hier kroch aus der Erden Schoos ein lebendiges
347
Da sprang von dem größren Vieh, auch hervor ein
349
Das zu ihres Schöpfers Ehren blökete mit starken
351
Als wenn es den preisen wolte, der ihr Wohnhaus
353
Und so herrlich ausgeziert, daß sie in den grünen
355
Auf den Bergen, in dem Wald, allenthalben Nah-
357
Hier zeigt sich uns abermahlen, eine weise Güt und
359
Die im Reich der Erdenthiere, alles herrlich aus-
361
Daß es zu bewundern ist, wenn wir ihren Bau
363
Und auf eine iede Art, ein verständig Auge len
365
Auch das kleineste Gewürme, das in dem Mo-
367
Und mit unsichtbaren Füssen in geschwinder Wen-
369
Zeugt von einer Wunder Hand, die aus zartesten
371
Können ein solch lebend Thier, das sich krümmt, zu-
373
Sieht das Auge auf die Grossen, die auf starken
375
Und als schöne Kunstmaschinen die gelenkten Thei-
377
So ist alles wunderbar von dem Schöpfer aus-
379
Der das Triebwerk der Natur nach der Thiere Art
381
Aeusert sich das weise Wissen nicht an ihren Man-
383
Strahlt nicht eines Schöpfers Grösse, aus der Bil-
385
Wenn man ihre Arten zählt, die von ihm besondre
387
Nach der weisen Vorsicht Zweck, zum Gebrauch
389
Da erschienen auf sein Wollen, die gehörnet an
391
Andre hatten spizze Klauen, womit die Begierde
393
Diese hatten ihre Krafft, in den woll gesteifften
395
Und ein iedes muste sich nach des Schöpfers Absicht
397
So ward auch das Reich der Thiere, das die Weis-
399
Durch ein Allmachts volles Würken, in den schön-
401
Einer aber fehlte noch, wer? ein Herscher, dem, mit
403
Dieses grosse Wunderhaus, muste zum Besitz zu-
405
Der die Welt als einen Spiegel, mit Bewunderung
407
Die ein vollenkomnes Wesen, es zu kennen, auf-
409
Dieses war das letzte Stück, das sein Meisterfin-
411
Da er es nach seinem Bild, vollenkommen abge-
413
Alles war nun schon zugegen in der Wohnung die-
415
Welche reiche Nahrungsmittel, überflüßig in sich
417
Als die ewge Weisheit sich, diesen Vorwurf aus-
419
Der bei dem, was sichtbar ist, nie so edel ist ge-
421
Dieses lehrt die Gottheit selbsten, die uns daher ih-
423
Bei der Schöpfung eines Menschen, in der Schrifft
425
Daß wir unserm Adelstand kennen, den er uns ge-
427
Und daß wir, als Herrn der Welt, die sein Bild-
429
Ein Klump von der todten Erde, ward durch die all-
431
Also künstlich zubereitet, daß daraus ein Bild ent-
433
Das an Vollenkommenheit über alle Thiere stei-
435
Und an einen ieden Glied seines Meisters Grösse
437
Es trug sein Gesicht erhoben Erd und Himmel an-
439
Damit es die hellen Augen allenthalben konte
441
Seines Schöpfers Herrlichkeit in den wunderbaren
443
Die zum Schau ihm vorgestellt, mit den Sinnen
445
Seine Bildung des Gesichtes ward mit Schönheit
447
Und mit glatter Haut umzogen, die recht künstlich
449
Ja! des Hauptes Wunderbau zeigt von aussen,
453
In dem ausgehohlten Kopfe wunderbarlich ange-
455
Und durch die Empfindungs Röhren, das verborg-
457
Voller Wunder ist der Leib, den an Händen, und
459
Durch der Nerven festes Band, GOttes Macht ver-
461
Jhr die ihr die Körper theilet, und der Theile Nuz-
463
Wenn ihr mit geschärfften Messern der Gelenke Fu-
465
Brauchet die Gelegenheit in dem weisesten Ver-
467
Gottes Weisheit, GOttes Macht immer weiter
469
Wir beschauen nur den Menschen, als der Allmacht
471
Das er noch zuletzt gebildet, mit verwundrungsvol-
473
Diesen körperlichen Theil, das Gehäuse ohne
477
Dies geschah, ein geistig Hauchen, das in Adams
479
Und durch ein verborgnes Athmen, Geist und Leben
481
Machte ihn zu einen Mensch, der mit einer Seel ge-
483
Welche in dem Körper wohnt, und ihn durch Ver-
485
So ward Geist und Leib verbunden, das Geheim-
487
Das unsichtbar ist verknüpfet, durch die weise All-
489
Lehret welch ein Wunderwerk, in den Menschen sei zu
491
Das er wenn er in sich geht, doch nicht selbsten kan
493
Welch ein Kleinod ward der Seele von dem Schöp-
495
Die an dem Verstand und Willen ihres Lehnsherrn
497
Welch ein herrlich Weisheitslicht glänzte in dem kla-
499
Der bei dem erlauchten Schein,
501
Der Verstand, das Aug der Seele, war bei ihm
503
Das durch die gewölkten Nebel, durch des Jrthums
505
Das den grossen Jehovah, als das höchste Gut er-
507
Da des Willens reger Trieb, es stets zu geniessen
509
Dieses anerschaffne Gute, sproßte die vergnügte
511
Eine Heiligkeit des Lebens, die des Schöpfers Ehre
513
Da nach der Gerechtigkeit sich die reine Neigung
515
So daß kein verdorbner Trieb des Gesezzes Ziel ver-
517
Als die GOttheit sich im Bilde an dem Menschen
519
Und mit ihrer Hoheit Strahlen dieses Meisterstük ge-
521
Aus der Werkstatt gehen lies, bracht er ihn in E-
523
Einen Wohnplaz süsser Lust, darin ferner aufzu-
525
Adam sah mit starren Blikken, die gepflanzte Herr-
527
Er fand auf der grünen Erde, lauter Wonne aus-
529
Sein erstaunt gerührtes Aug wurde zu den Himmels-
531
Von dem heitern Licht erfüllt, voll Verwundrung
533
Das vom Glanz bestrahlt Gesichte, sah an der be-
535
Von den inren Trieb beweget, immer neue Wun-
537
Die mit reger Freudigkeit sein geöffnet Hertz er-
539
Und mit neugezeigter Pracht, seine Lust der Augen
541
Als er mit geschwinden Blikken, diesen Weltbau
543
Musten auf des Schöpfers Winken, auch die Thie-
545
Da sie alle, Paar bei Paar, von dem Menschen
547
Wie er, ihre Eigenschafft, weislich eingesehn, be-
549
So ward er ein Herr der Thiere, deren ungezähl-
551
Durch ein himmlisches Gedeien, stets belebt, Erd,
553
Dem in seinem Paradies und beglükten Stand nichts
555
Als ein Weib, damit er sich, durch den Ehebund
559
In des Adams Brust die Triebe, zur Gesellin an-
561
Darum must ein süsser Schlaf durch des Mannes
563
Daß er ihm von seinen Fleisch, konte die Gesellin
565
Adam schlief und eine Ribbe, die er in der Seite
567
Ward ihm unvermerkt entrissen, und der weisen
569
Jhm daraus ein Weib zu baun, an derselben Schön-
571
Umgang und Geselligkeit, er sein Hertze könte la-
573
Dieses Schönheits Bildnis wurde von des Schöp-
575
Durch den Allmachts Hauch belebet; und da Adam
577
Sah er mit vergnügten Blik, was das ewig gütig
579
Jhm zu einer Augenlust, zur Gesellschafft aus-
581
Es gefiel ihm diese Schöne; ihrer Glieder nette
583
Und der Liebreiz des Gesichtes, woraus lauter An-
585
Voll Verwunderung entzükt, fand er in dem Bil-
587
Spuren einer weisen Macht, wie in seinen Körper
589
Er erblikte seine Ribbe, in veränderter Ge-
591
Die des Allerhöchsten Finger zu der Seelen Auf-
593
Wunderbahrlich ausgebaut. Darum rieff er im
595
Ich kan Fleisch von meinen Fleisch, Bein von
596
meinen Bein erblikken.
597
Dies natürlich Band der Liebe, ward der Treue fe-
599
Bei der abgezwekten Ehe und den neu geschloßnen
601
Der durch himmlisches Gedein, da der Segen aus-
603
Wie ein Baum voll Fruchtbarkeit, immer weiter
605
Also ward die Welt gebauet, und der Kreaturen
607
Ward der weisen Allmachts Spiegel, worin zu des
609
Das vernünfftige Geschöpf, immer neue Wunder
611
Wenn es den erhabnen Geist auf derselben Kennt-
613
Sehet Menschen! welche Dinge euch zum Nutz her-
615
Preiset doch den grossen Schöpfer, rühmt die Weis-
617
Das ist eure Andachts Pflicht, daß ihr die Voll-
619
Die ihr allenthalben schaut, sucht, wie billig aus-
621
Darum ist die Welt erschaffen, darum hält die Vor-
623
Diese ungeheure Lasten, noch in ihren Unbestand;
624
Darum lebt ihr in der Zeit, daß ihr die Geschöpfe
626
Und des Geistes Andachts Aug auf den grossen
628
Darum lebt ihr auf der Erden, daß ihr seht die wei-
630
Die dis alles durch ein