Fünff Frauenzimmer/ fünff Sinnen

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Hans Assmann von Abschatz: Fünff Frauenzimmer/ fünff Sinnen (1704)

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Fünff Sinnen geben sich uns itzund anzuschauen:
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Wie aber sollen wir dieselben theilen ein?
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Daß wir nicht stossen an bey Fräulein oder Frauen/
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So wird des Wirthes Rath darzu vonnöthen seyn.

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Zwar zeigt sich das Gesicht in hold-beflammten Blicken/
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Und frisches Feuer ist der Fräulein Eigenthum;
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Doch will sich noch ein Sinn zu ihrer Anmutt schicken.
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Wo schöne Blumen blühn/ hat der Geruch den Ruhm.

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Der Wirthin Höfligkeit will man sich selbst entdecken/
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Ob ihr von jedem Sinn ein sonders Lob gebührt/
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Daß sie es diesen Tag am meisten sucht vom Schmecken/
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Indem sie uns zum Glaß und gutter Speise führt.

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Wo hoher Tugend Preiß mit vollem Glantze spielet/
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Erschallet auch der Klang darvon mit hellem Thon.
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Wenn Auge/ Ruch/ Geschmack und Ohr Vergnügun
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So bleibt noch über diß der fünffte Sinn mein Lohn.

(Abschatz, Hans Assmann von: Poetische Ubersetzungen und Gedichte. Leipzig, 1704.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Hans Aßmann Freiherr von Abschatz
(16461699)

* 04.02.1646 in Q7999247, † 22.04.1699 in Legnica

männlich

deutscher Barocklyriker und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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