Braut-Gedichte

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Hans Assmann von Abschatz: Braut-Gedichte (1704)

1
Gold/ Seide kan nicht Ind und Perse nur gewähren/
2
Noch Mogols reiches Land sein theures Helffenbein/
3
Arabien hat nicht die schönste Ros’ allein/
4
Es kan Golkonda nicht allein Demanten nähren/
5
Den strahlenden Rubin die Morgen-Welt gebähren/
6
Die Muschel-reiche See der Perlen Mutter seyn/
7
Und Paros geben her den weisen Marmolstein.
8
Wendt keine Kosten auff/ euch hin und her zu zehren.
9
Zieht unserm Queisse zu/ schaut seine Nimphen an/
10
Beauget unsre Braut: ihr werdet sagen müssen/
11
Daß unser Schlesien diß alles zeugen kan.
12
Wohl dem/ der solchen Schatz in Ruhe kan genüssen!
13
Herr Bräutigam seht zu/ legt die Jubelen an/
14
Daß sich die Nachwelt auch/ wie ihr/ erfreuen kan.

(Abschatz, Hans Assmann von: Poetische Ubersetzungen und Gedichte. Leipzig, 1704.Aus: Haider, Thomas: Deutsches Lyrik Korpus (DLK) v5.0, 2022. Ursprünglich aus Wikisource (Wikimedia Foundation Inc.) übernommen und durch das Deutsche Textarchiv (DTA) aufbereitet und angereichert; als DLK-Ausgabe bearbeitet und kuratiert. Lizenz: Verbreitet unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International Lizenz (CC BY-SA 4.0). Änderungen: Textkorrekturen, Anreicherung mit Metadaten und Textannotationen sowie Konvertierung durch Textopus.)

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Hans Aßmann Freiherr von Abschatz
(16461699)

* 04.02.1646 in Q7999247, † 22.04.1699 in Legnica

männlich

deutscher Barocklyriker und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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