Frisch auf!

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Joseph von Eichendorff: Frisch auf! (1837)

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Ich saß am Schreibtisch bleich und krumm,
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Es war mir in meinem Kopf ganz dumm
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Vor Dichten, wie ich alle die Sachen
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Sollte auf's allerbeste machen.
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Da guckt am Fenster im Morgenlicht
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Durch's Weinlaub ein wunderschönes Gesicht,
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Guckt und lacht, kommt ganz herein
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Und kramt mir unter den Blättern mein.
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Ich, ganz verwundert: „Ich sollt' dich kennen“ —
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Sie aber, statt ihren Namen zu nennen:
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„pfui in dem Schlafrock, siehst ja aus
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Wie ein verfallenes Schilderhaus!
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Willst du denn hier in der Tinte sitzen,
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Schau, wie die Felder da draußen blitzen!“
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So drängt sie mich fort unter Lachen und Streit,
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Mir that's um die schöne Zeit nur Leid.
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Drunten aber unter den Bäumen
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Stand ein Roß mit funkelnden Zäumen.
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Sie schwang sich lustig mit mir hinauf,
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Die Sonne draußen ging eben auf,
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Und eh' ich mich konnte bedenken und fassen,
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Ritten wir rasch durch die stillen Gassen,
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Und als wir kamen vor die Stadt,
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Das Roß auf einmal zwei Flügel hatt',
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Mir schauerte es recht durch alle Glieder:
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„mein Gott, ist's denn schon Frühling wieder?“ —
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Sie aber wies mir, wie wir so zogen,
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Die Länder, die unten vorüberflogen,

(Eichendorff, Joseph von: Gedichte. Berlin, 1837.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Joseph von Eichendorff
(17881857)

* 10.03.1788 in Ratibor, Oberschlesien, † 26.11.1857 in Neisse, Oberschlesien

männlich, geb. Eichendorff

natürliche Todesursache | Lungenentzündung

bedeutender Lyriker und Schriftsteller der deutschen Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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