Auf das Absterben Tit. Herrn D. Bachofs, Fürstl. Sachsen-Gothaischen Hofraths, Leib- Medici, auch ältesten Bürgemeisters der Stadt Gotha, im 93 Jahre den 6 Nov. 1744. J. f. N. HORAT. Carm. Lib. 3. od. 4. Iustum et tenacem propositi virum etc

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Christoph Eusebius Suppius: Auf das Absterben Tit. Herrn D. Bachofs, Fürstl. Sachsen-Gothaischen Hofraths, Leib- Medici, auch ältesten Bürgemeisters der Stadt Gotha, im 93 Jahre den 6 Nov. 1744. J. f. N. HORAT. Carm. Lib. 3. od. 4. Iustum et tenacem propositi virum etc (1749)

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So tritt der hochbejahrte Weise
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Die uns zu gut verschobne Reise
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Auf einer längst entdeckten Bahn
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In jene Welt der Geister an?
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Der bis daher für uns gewachet,
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Der nichts gewußt, als Gutes thun,
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Hat itzt die Augen zugemachet,
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Kurz, unser Bachof schläfet nun!

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O was für väterliche Liebe,
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Welch eine Menge sanfter Triebe
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Hört mit dem langen Lebenslauf
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Für uns noch viel zu zeitig auf?
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Ach! Schade! wenn sich erst auf Erden
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Der Menschen Wohlfahrt Männer weihn,
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Daß solche wiederum entwerden,
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Und nicht unsterblich können seyn!

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Wie viel Personen bringt solch Scheiden,
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Bey oftmahls Millionen Leiden,
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Dergleichen unverhoffte Post,
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Ganz ausser sich! raubt allen Trost!
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Da fühlet die bestürzte Menge,
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Was sie zubald, zufrüh vermißt,
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Weil auch die höchste Lebenslänge
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Für Pfleger noch kein Alter ist.

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Wen seh ich dort die Hände falten?
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Wer kann die Thränen nicht verhalten?
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Wen krümmt ein wahres Herzeleid?
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Bist du es, alte Redlichkeit?
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Auf deinem blassen Angesichte,
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Wo die Verstellung nie gelacht,
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Hat Wehmuth uns im hellen Lichte
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Die Trauerbotschaft kund gemacht!

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Du klagst? du hast auch Recht zu klagen!
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Du siehest in den letzten Tagen
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Nicht mehr wie sonst den alten Freund,
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Der es mit dir so gut gemeynt;
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Der Tod läßt dir die Nachricht lesen,
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Der selbsten die Verwandschaft stöhrt;
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Er ist nunmehro dagewesen,
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Und endlich bey mir eingekehrt.

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O könnt ich in vollkommnen Bildern
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Den Mann recht nach dem Leben schildern!
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Der sich allein nur ähnlich war,
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So stellt ich ihn der Nachwelt dar,
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Wer weiß, noch ungebohrnen Dichtern
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Entfernter Zeiten wäre dieß,
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Was Janus mit den zwey Gesichtern
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Der fabelhaften Vorwelt hieß.

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Er war von den erhabnen Seelen,
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Die sich der Menschen Wohlseyn wählen;
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Es hat sein heiterer Verstand,
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Gott, Tugend, Welt und sich gekannt,
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Es strebte sein geneigter Wille
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Mit Thätlichkeit, mit Wunsch und Flehn,
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Ganz ohn Geräusch, ganz in der Stille
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Die Menschlichkeit beglückt zu sehn.

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Der Inbegrif von seinem Leben
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War Gutesthun, gerecht Bestreben,
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Was andre nach der Last ergetzt,
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Das hat er stets hindangesetzt,
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Gesetz und Ordnung zu erhalten,
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Und Tugend in der Bürger Brust,
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Beym Grabe stehn, sein Amt verwalten,
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War unserm Bachof eine Lust.

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Wie? Schmeicheley und falsche Tücke!
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Wo flieht ihr hin? welch Ungelücke
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Steht eurem Rabenschwarm bevor?
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Scheut ihr des Aristides Ohr?
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Wohl! wisst! es ist nur euch verschlossen,
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Erschreckt! denn dieses ist der Mann,
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Der euch zur Finsterniß verstossen,
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Und in Verzweiflung bringen kann.

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Doch steht! bemerkt in heitern Zügen
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Das unaussprechliche Vergnügen,
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So nur ein gut Gewissen giebt,
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Dem, der ein recht Gerichte liebt;
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Gebietet allen Donnerwettern,
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Seht, ob es ihn in Schrecken jagt,
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Es mag ihn treffen und zerschmettern,
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Er lacht, und stirbet unverzagt!

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Komm, Bosheit! willst du auch mit Heeren
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Dich wider diesen Fels empören?
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Sprichst du mit kriegerischem Ton
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Der stets gelassnen Tugend Hohn?
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Gut, diese bleibt bey ihrer Sprache,
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Sie ist sich nun und immer gleich,
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Und ihr gilt die gerechte Sache
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Mehr, als das beste Königreich.

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Herbey, Bedrängte! fort, ihr Waisen!
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Kommt, helfet uns den Vater preisen,
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Der euch so viel und lange Jahr
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Mit Retterarmen tröstlich war,
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Die Augen, die für euch gefunkelt,
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Die euch mitleidig angeblickt,
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Sind nun auf einmahl ganz verdunkelt,
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Ja gar auf immer zugedrückt.

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Ach! unser Haupt hat sich geneiget,
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Ein recht wahrhaft Orakel schweiget,
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Das durch so manchen weisen Rath
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Die Klugheit unterstützet hat;
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Bewohner hier in unsern Mauren!
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Klagt, ja betrübt euch noch so sehr!
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Jhr könnet doch nicht gnugsam trauren,
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Dergleichen stirbet uns nicht mehr.

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Wer will doch sein Verdienst bemerken?
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Wer faßt die Zahl von seinen Werken?
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Es waren solche Stadt und Land
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Vor sechzig Jahren schon bekannt,
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Die Wahrheit sitzt bey seinem Grabe,
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Sie selbsten klaget ihre Noth,
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Und schreyt: was ich geliebet habe,
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Mein allerbester Freund ist todt!

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Jedoch, sie scheint sich zu besinnen;
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Jhr aufgeklärt Gesicht wird innen,
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Daß nur allda der Ueberrest
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Sich die Verwesung binden lässt,
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Hört! ruft sie aus mit vollem Munde,
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Und mit ermunterndem Gesicht;
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Es heilt schon die geschlagne Wunde,
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Warum? die Tugend stirbet nicht.

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Mein Bachof lebt! Er ist erhoben,
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Und sein verklärter Geist schwebt oben,
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Wo über der gestirnten Welt
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Die Redlichkeit den Preis erhält,
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Was Er so lang entbehren müssen,
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Der hier so treugewesne Knecht,
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Davon genießt nach höhern Schlüssen
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Er itzund ein gedoppelt Recht.

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Und ja! wie ist mir? welch Gesichte?
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Mich dünkt, ich kann im seelgen Lichte
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Die Wonne der Gerechten sehn,
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Und meines Bachofs Wohlergehn!
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Welch ein Triumph! o Lust! ihr Leute!
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Die Göttin der Gerechtigkeit
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Verhüllet Jhn auf ewig heute
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In ein gestirntes Ehrenkleid.

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Nun trägt ein seeliges Erbarmen
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Jhn auf den sanften Mutterarmen,
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Der hier so manch verlassner Schaar
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Freund, Vater, Schutz, Trost, Helfer war,
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Wir wünschen Jhm gern nachzusteigen,
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Und doch auch seine Wiederkehr,
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O reizend Beyspiel! halt! wir schweigen!
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Fort!

(Suppius, Christoph Eusebius: Oden und Lieder. Gotha, 1749.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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