Die allgemeine Fröhlichkeit. Da Heut ein murmelndes Gedränge bey vieler tausend Lampen Schein Der Landes-Mutter Lebenslänge von höchster Dauer wünscht zu seyn; so müsse vor Jhr Gnade finden, was in den Gängen dieser Linden , bey später Nacht, voll Ehrfurcht weiht die Allgemeine Fröhlichkeit. Den 11 August 1749.

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Christoph Eusebius Suppius: Die allgemeine Fröhlichkeit. Da Heut ein murmelndes Gedränge bey vieler tausend Lampen Schein Der Landes-Mutter Lebenslänge von höchster Dauer wünscht zu seyn; so müsse vor Jhr Gnade finden, was in den Gängen dieser Linden , bey später Nacht, voll Ehrfurcht weiht die Allgemeine Fröhlichkeit. Den 11 August 1749. (1749)

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Hier, wo die Felder mich entzücken,
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Und holder Gärten Schönheit lacht,
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Bewundert man mit starren Blicken
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Ein Paradies und Friedrichs Pracht,
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Es lockt mich dieses aus der Ferne,
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Damit ich beydes kennen lerne,
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Wovon ein grosser Theil der Welt
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Seit lange schon sich unterhält.

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Der frohen Unterthanen Herzen
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Sind immerdar mein liebstes Haus,
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Ich breche da mit Lust und Scherzen
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Und sanften Ungestüm heraus,
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Daß ich einmahl recht sichtbar werde
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In einem milden Theil der Erde,
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Der so viel Seeligkeit verheisst,
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Den schon manch möglich Wesen preist.

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Wie prangen doch die breiten Fluhren
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Mit ihrem reifen Ueberfluß!
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Der Segen zeichnet diese Spuhren,
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Worauf er jährlich wandeln muß;
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Welch unaussprechliches Vergnügen!
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Das milder Götter weises Fügen,
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Gereizt vom Frieden, angericht!
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O! zu beschreiben ist es nicht!

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In Freundschafts-Armen höchstzufrieden
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Wallt hier die Sicherheit und Ruh,
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Von frohen Leuten ungeschieden,
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Es naht sich keine Furcht herzu,
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Denn ein durchlauchtigstes Bestreben
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Schützt ihre Wohlfahrt und ihr Leben
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Mit einer väterlichen Hand,
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Als wie der HErr sein gutes Land.

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Durch Sie, die Götter dieses Landes,
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Erhielt ich meine Wirklichkeit,
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Für die mein Antheil des Verstandes
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Dieß sichtbarliche Denkmahl weiht;
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Sie werden mir einmahl verzeihen,
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Wenn keine schöne Malereyen
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Mein sinnenfreyer Geist erdacht,
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Da er sich hier begreiflich macht.

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Die Milde sprach: Es wachsen Linden
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In langen Reihen zierlich hin!
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Und siehe da, sie sind zu finden,
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Jhr Reiz bezaubert Geist und Sinn,
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Die Zephyrs pflegen zu erscheinen,
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Und unter grün gewölbten Haynen
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Wird ihr erqvickend Chor gesucht,
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Bey manches Sommertages Flucht.

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Mit schmachtenden und holden Blicken
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Trägt die Geselligkeit allhier
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Auf ihrem mütterlichen Rücken
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Den Liebling durch das Lust-Revier,
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Kind! sagt sie ihm durch Unterrichten;
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Hier übe du die schönsten Pflichten,
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Allwo die Tugend eingekehrt
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Und Menschen ihre Rechte lehrt.

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Wie winket doch den stillen Stunden
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Der Syrius schon allgemach!
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Er zieht, in einem Kreis verbunden,
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Sie seiner Bahn im Dunkeln nach,
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Vom Phöbus, der im Schlaf versinket,
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Wird ihm selbst äugelnd zugewinket,
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Denn es bereitet hier August
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Dem Jahre die gewünschte Lust.

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Seht! wie die Nacht bereits erbleichet,
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Und länger nicht allhier verweilt,
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Sie glaubt, Aurora, die schon schleichet,
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Hat diesesmahl sich übereilt;
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Doch komm zurück, du braune Schöne!
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Es ist kein Blendwerk deiner Söhne,
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Ein Gott der Erde hat durch Macht
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Das Licht in diese Gegend bracht.

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Ist sie des Tages sonder gleichen,
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Mir aber selber auserwählt,
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So müßt ihr jetzund alles weichen,
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Was man für unvergleichlich hält,
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Die Schatten, so mit grauen Decken
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Sie sonst verhüllen, sind voll Schrecken,
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Und fliehn, aus eigner Furcht gejagt,
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Voll Ungewißheit: ob es tagt.

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Das Auge glaubet in der Ferne,
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In vieler tausend Lampen Schein
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Dem Milchweg voller dichten Sterne
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Weit näher jetzt als sonst zu seyn,
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Es blickt, erst niederwärts gezogen,
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Erstaunet nach den blauen Bogen,
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Und ihm erscheinet in der Höh
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Gestirnt Luise Dorothee.

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Die Göttin ist es! Der zu Ehren
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Hier GOtt und Friederich gebaut,
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Und meine Jauchzer laß ich hören,
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Da mich kein menschlich Auge schaut,
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Der Tag ist viel zu auserlesen,
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Der frohe Tag, der es gewesen,
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Daß Jhrer Lebensjahre Zahl
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Sich ordnet neun und dreyßig mahl.

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Drum wartet auch ein frohes Schrecken,
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Das heute Völkern wiederfährt,
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Mein Freudendonner soll sie wecken,
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Wie werden sie so schön gestöhrt!
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Die erst bestürzt vom Traum erwachen,
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Wird Wunsch und Andacht munter machen,
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Der Inbegrif von ihrem Flehn
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Ist denn der Fürsten Wohlergehn.

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Zufriedene, vergnügte Leute!
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Schlaft immer wieder ruhig ein,
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Und träumet von der reichen Beute,
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Mit der ihr sollt beschäftigt seyn;
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Der Tag war eurem Heyl erschienen,
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Laßt mir die Nacht zur Feyer dienen,
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Damit für dießmahl Nacht und Tag
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Zum Preis der Fürstin dienen mag.

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Auf! brich im jauchzenden Getümmel
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Zur Lust bestellt Gewitter los!
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Kometen steigen in den Himmel
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Mit langem zischenden Geschoß,
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Und zeichnen feurig ihre Strassen,
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Hernach verschwinden sie gelassen
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Jm Bersten, vor der innern Wuth,
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Verzehrt durch eingepflanzte Gluth.

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Die Kunst erzeuge neue Sterne
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An dem erleuchteten Zenith!
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Heyl bringt ihr Fallen aus der Ferne
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Dem Mittelpunkt der Freude mit;
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Die Tonkunst seh ich voll Geschäfte,
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Sie pflanzet ihrer Noten Kräfte
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In Linden! welche Fugen! hört!
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Für Anmuth bin ich als bethört.

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Sie kommt! Sie kommt in dem Geleite
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Der Gratien und Pracht daher!
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Die Gnade geht ihr an der Seite,
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Was Helden-Tugenden noch mehr!
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Du Mildigkeit dort in der Mitten,
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Wer kommt mit euch daher geschritten?
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O Himmel! Seht! sie nähern sich,
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Und alle heissen Friederich!

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Herein! Preiswürdigste der Erden!
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Luise! jetzt mein Lobgesang!
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Mein Lusthaus soll ein Tempel werden,
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Zum Paradiese dieser Gang;
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Aus neu erfundnen Opfer-Schalen
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Will ich nun mein Gelübde zahlen,
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Wie es, dem Himmel so geneigt,
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In weiß und blauem Feuer steigt!

(Suppius, Christoph Eusebius: Oden und Lieder. Gotha, 1749.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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