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Nach ihnen sahen wir noch eine Staats-Matron,
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Mir schien es, daß dem Blick, dem Ansehn, der Person
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Und ihren Mienen nach Sie dem Mit-Herrscher gleiche;
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Sonst keiner Freundlichkeit noch muntrer Hoheit weiche.
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An ihrer Seite kahm als Führer und Gespan
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470Ein Heldenmüthiger, lebhafter Krieges-Mann;
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Von dem Thalia sprach: „Sieh! dieses ist der Krieger,
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„und unter Kriegenden der Lorber-werthste Sieger.
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„dieß ist der Prinz, von dem die Weisheit uns erzählt,
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„wie sie desselben Zug sich immer beygesellt;
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475”Wie sie sein Helden-Herz zum Fechten angeleitet,
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„und ihm die wahre Bahn zum Siegen angedeutet.
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„er ist derjenige, dem weder die Gefahr,
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„noch die Gewalt des Feinds Angst oder Furcht gebar.
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„er ist der, dessen Geist und Muth nichts konnte schrecken;
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480”Man sah sein Herz dadurch zum Kämpfen sich erwecken.
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„rath, Wachsamkeit und Macht war seines Heers Geleit;
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„die Weisheit stund für ihn auf jeden Fall bereit:
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„sie wies ihm, wie man sich zum Kämpfen sollte wagen;
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„wie man der Feinde Stolz und Hochmuth könnte schlagen.
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485”Der Feldzug, welchen er im Feindes Land gemacht,
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„da er dem stärcksten Fluß die Feßeln angebracht,
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„so daß er den Befehl des Prinzens angenommen,
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„und nur zu seinem Dienst bebrücket fort geschwommen;
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„ist mehr, dann ein Triumpf des ersten Heldens werth,
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490”Den je das Alterthum mit Siegs-Gebäuden ehrt.
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„es wär ihm dazumahl der größte Sieg gelungen;
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„er hätt dadurch den Feind so wie den Strohm bezwungen;
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„allein es hatte sich ein andrer Feind empört,
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„der dieses Uebergangs Erfolg und Ziel gestört.
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495”Der Feind ists, welcher still den argen Rath ergriffe,
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„und durch verdeckte List den Stahl zum Kriegen schliffe,
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„womit er unversehns in unsre Grenzen zog,
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„und aus dem Vaterland das Marck der Völcker sog.
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Das grosse Unternehmen über
den Rhein zu gehen/ war den 1. Ju-
lij 1744. an mehr als an einem Ort
zugleich und ohne Verlust in das
Werck gesezet.
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„wo weder Gegenwehr, noch Wall; wo keine Waffen,
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500”Da kann man sich zwar Beut, doch keinen Sieg verschaffen.