Neuntes Buch

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Franz Christoph von Scheyb: Neuntes Buch (1746)

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Nicht in Geschmuck und Gold, nicht in der Stoffen Schäzen
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340Wollt unsers Augs Begier, der Vorwiz sich ergözen.
3
Dieß alles hatte man kaum anzusehn im Sinn,
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Es lief ein jeder Blick nur nach der Königinn.
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Was man durch diese Nacht mit tausend Lobes-Sprüchen
6
Von ihrer Majestät und Tugend vorgestrichen,
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345Entzückte nun das Herz mit so verborgner Macht,
8
Daß es Erstaunens-voll nicht wußte, was es dacht.
9
Gleich kannte man in ihr das Urbild jener Gaben,
10
Wovon die Tugenden so viel gesprochen haben.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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