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Hierauf ward alles still: die
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Stund wieder auf und warff den Gegensaz darein:
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„red! sprich nur was du willst; doch wirst du nicht erweisen,
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„daß deine Feder mehr, als meine Leyr zu preisen.
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65”Du sagst man wisse nichts von jenem Alterthum,
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„aus dem das Vaterland Herz, Redlichkeit und Ruhm
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„auch selbst den Nahmen führt. Was machte deine Feder?
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„konnt Buch’ und Eiche nicht dir dienen wie die Ceder?
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„du selbst, redst du nicht oft von jener Helden Zahl,
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70”Der dieses Vaterland so Schuz als Heil empfahl?
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„du sagst, daß ihre Brust stets ohne Furcht gestritten;
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„daß sie mit Redlichkeit, mit wahrhaft deutschen Sitten,
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„mit Herzen voller Treu für Land und Leut gewacht;
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„nur dieß ein Glück genennt, was Brüder glücklich macht.
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75”Du sagst, in diesen sey der Deutschen Ruhm entglommen;
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„von ihnen sey die Treu und Großmuth hergekommen.
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„dort habe man den Trieb, der Falschheit liebt, gehaßt;
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„die Tugend kaum gewußt, sich doch damit gefaßt.
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„der Ehrgeiz, frey zu seyn, und nicht verkauft zu leben
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80”Sey von denselben her den Deutschen eingegeben.
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„erzählst du nicht: daß dort der theure Leyer-Klang,
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„weil er dem Krieger Muth von Sieg und Lorbern sang,
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„den Barden zu dem Haupt desselben Volcks erhoben?
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„wie weißt du dann so viel an jener Schaar zu loben?
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85”Wie weißt du dieß und das von jener finstern Zeit?
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„da nichts als mein Gesang die Helden eingeweiht.
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„woher ists dir bekannt? die Barden wirst du sagen,
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„die wußten Ehr und Lob der Helden vorzutragen.
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„ja! Barden: dieß Geschlecht ists, daß den Ruhm besang,
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90”Es wußte nichts um dich, nur um den Cither-Klang.
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„so wiederhohl’ ich frey, daß, was ich jezt besinge,
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„biß in die spätste Welt mit seinem Nachruhm dringe.