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Hastu Calliope die Hand bißher geführet/
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Daß ich den Deutschen Krieg biß diese Schlacht be-
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und angezeichnet hab’. Ey so steh ferner bey
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und sage was noch mehr hierauf erfolget sey:
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Gleich wie ein strenger Strohm/ wann er den Damm durch-
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und keine Haltung hat/ mit schädlichem ergüssen
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Sich in die Weite macht/ Vieh/ Menschen/ Hauß und Gut
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In das Verderben setzt/ und macht das Land zur Flut/
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Daß man die Berge sucht/ sein Leben zu erretten.
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Also that diese Schlacht bey vielen Volck und Städten.
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Die siegende Parthey ergoß sich wie ein Fluß/
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Der Widerhalt war weg und satzte seinen Fuß
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Auf Bergen/ biß die Hilff von fernen Ländern schützte.
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Bannier/ der diese Zeit das Böhäim-Reich beblitzte/
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und guten Fortgang hatt’ in Einahm mancher Stadt/
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Worzu das Sachsen-Heer nicht schlechten Vorschub that/
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Must’ auf die böse Post der Niederlag in Schwaben/
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Aus Böhäim uud geschwind/ um einen Schutz zu haben/
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Nach Thüringen/ den Feind/ des Piccolomini
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und Jsolani Heer/ das sonder große Müh
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Daselbst sich eingesetzt und Hertzog Wilhelms Waffen
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Starck angetastet hatt’/ auf andren Weg zu schaffen.
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Er kam/ und es gieng jhm der Abtrieb glücklich an.
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Hierauf verschicket’ er ein etlich tausend Mann
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Vor sich nach Hessen ab/ den Hatzfeld zu bestreiten/
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Weil dessen siegend Heer auf die Casselsche Seiten
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Jm strengen Anzug war. Es wurd’ auch diese Flut
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Gehemmet und bey Vach mit der Croaten Blut
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Durch den von Hoditz starck gefärbet. Diß geschehen/
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Sah man das Gothen Heer von Gotha weiter gehen/
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Das achtzehn tausend starck sich mit dem Häupt Bannier
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Bey Egeln niederließ. Der Frost war vor der Thür/
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Daher er sich daselbst den Winter über legte/
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und auf so manche Müh in allem wol verpflegte.
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Cur-Sachsens Volck kam nach und ließ das Bömer-Land
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Damit den Käysrischen/ die nun in gutem Stand
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und doch nichts wenigers von Friedens Sinnen waren/
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Auf solches loß zu gehn. Wodurch der schöne Schein
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Der lang-gewündschten Ruh benebelt würde seyn.
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Sie giengen/ und es kam hierauf
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Der dann das gantze Reich von Schweden hat geschieden.
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Cur-Sachsen gieng jhn ein/ Cur-Brandenburg gieng nach/
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und war dergleichen Thun ein’ allgemeine Sach’
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Jm gantzen Deutschen Reich’. Allein die Frantz- und
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Nechst den Casselischen/ die hatten jhre Reden
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Dergleichen Friedens-Werck mit nichten einzugehn.
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Wieviel man sich auch hatt’ um Mittel umgesehn/
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Denselben gnug zu thun/ so hat doch nichts verschlagen.
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Damit so kriegten wir noch größre landes-Plagen/
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und fast so lang als vor. Ja zweymal sieben Jahr
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Entgiengen noch hierauf/ eh wieder Friede war.
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Bannier ließ diesen Riß sich noch so groß nicht schrecken.
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Er war auch nicht befelcht den Degen einzustecken/
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Vielmehr den Gegentheil zu dämpfen/ wie er kunt’/
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und weil Cur-Sachsens Heer bey Leipzig fertig stundt’/
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umb bey dem Prager-Schluß und Frieden steiff zu bleiben/
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und diese Nordsche Macht aus Meißen weg zu treiben/
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Verstärckte sich Bannier in zwantzig tausend Mann/
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und sah also den Feind mit trotzgen Augen an/
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Nicht achtend/ daß er den in vielen schweren Zügen/
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unlängst mit jhm gethan/ hat glücklich sehen siegen/
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und daß er durch ein Heer von Käyserlicher Macht/
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Gantz nichts erschrocken war. Die vormahls lieben Frein-
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Erhoben sich zum Streit und wurden große Feinde.
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Weil sie aus solchem Zwist sehr großen Vorthel zieht.
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Es ließ sich anfangs schlecht mit dem Bannier ansehen/
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So daß er sehr gedrängt zu rücke muste gehen/
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und einer größern Macht das Stifft von Halberstadt/
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Auch das von Magdeburg verlassen/ wie er that.
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Und weil auch über diß viel unter seinen Fahnen/
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So groß-als kleine Leuth’/ auf ernstliches vermahnen
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Des Käysers/ jhren Fuß zu wenden/ und der Macht
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Von Sachsen zu zugehn/ in märcklichem Verdacht/
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Auch viel der jenigen schon umgetreten waren/
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So hatt’ er sich hierauf kein kleines zubefahren.
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Weßwegen er sich gantz nach Mecklenburg begab.
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Nun aber fiel das Glück vom Geaner wieder ab/
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und folgte dem Bannier. Das Glück ist wanckelmütig/
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Dem es anheunte zornt/ dem ist es morgen gütig/
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Es kennet keinen Stand/ es hat des Monden Art/
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und dauert nicht gar lang mit voller Gegenwart.
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So schleunig sich Bannier zu rücke muste geben/
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So schleunig sah man jhn sich wiederum erheben
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und nach dem Feinde gehn. Hier war nicht lang gesucht/
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Er traff und schlug den Dehn bey Altenburg zur Flucht/
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Wo er des Vizthums Fahn’ und viel Gefangne kriegte/
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Auf welches Rittwein sich bald an den Baudis fügte/
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An Baudis/ der nunmehr des Arnheims Platz vertrat/
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Und sieben tausend starck Gewalt an Dömitz 2. Novembr. that.
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Worüber es sehr bald zu starcken scharmutziren
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Gerathen ist/ und war der Sächsischen verlieren
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Sehr groß. Ein tausend Mann verschieden auf dem Plan/
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Ein tausend musten mit/ den Rest zerstreute man.
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Diß senckete den Muth den laug-beglückten Sachsen.
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Hergegen sahe man der Schweden Hoffnung wachsen/
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Noch mehr beglückt zu seyn. Ein wenig Zeit hierauff
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Wurd auch bey Goldenberg ein großer Sachsen-Hauff
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Besprungen und zerstreut. Bey Kiritz kam dergleichen/
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So/ daß das gantze Heer nach Sandau muste weichen/
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Dem die Banniersche Macht sehr starck in Rücken drung/
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Den Dohm zu Havelberg in seine Macht bezwung/
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Die Stadt mit Sturm bekam. Auf dieses galt es Wer-
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Das Torsten Sohn bezwung/ zu mächtigem verderben
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Der Sächsischen Gewalt/ die endlich Marozin/
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Der bey den Schlesiern bißher sehr glückhafft schien/
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Mit seiner Macht verstärckt/ zu andrem Stande brachte/
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Worauf sie Havelberg vou neuem Sächsisch machte/
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und dann bey Verpelin das Winter-Läger nahm/
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Wodurch der Gegentheil auch eins zu ruhen kam.
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Wir lassen sie alhier/ und gehen nach den Schwaben/
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Zu sehen/ wie sie sich nachlener Schlacht gehaben.
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Erbarmens-werter-Stadt! den man kaum sagen kan.
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So bald die große Schlacht bey Nördlingen gethan/
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Vorbey war/ muste sich die Stadt hierauf ergeben/
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Weil da kein Mittel war noch mehr zu wiedersteben.
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Es war genug daß sie fünf gantzer Wochen stritt/
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Viel große Stürm ertrug/ drey tausend Schüß’ erlitt’/
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Auch über tausend und fünf hundert Feuer-Ballen/
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Die aus des Feindes Heer sind in die Stadt gefallen/
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In sich verschluckete. Hierauf kam man zu dier/
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Du edles Würtenberg/ das unsrer Länder Zier
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und Paradeiß mag seyn. Wie man mit dir gehauset
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und umgegangen hab/ ist also/ daß uns grauset
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Wann man davon vernimmt. Der Fürst verließ sein
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Der Adel folgte nach. Was dieses für ein Stand
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Bey einer Herde sey/ wann man die Hirten jaget/
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Gedencket jeder leicht/ eh man jhm solches saget.
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Was längst den Necker kam/ das kam auch längst den
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und sah man diese land’ in großem Jammer seyn.
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Diß alles machete/ daß Ferdinand/ der Käyser/
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An das beblute Reich und alle Fürsten-Häuser
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Vetrachten/ welches sie dann wieder an das Liecht
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Des Friedens von dem Pful des Jammers würde bringen/
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Worauf/ wie schon gesagt/ viel zu dem Käyser giengen.
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Was aber Schwedisch blieb/ dem dröute die Gewalt.
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Daß gleichwol selbige noch einen Widerhalt
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Bekäme/ häuffte man die weit-zerstreute Scharen/
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und die bey andern noch in gutem Stande waren/
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Ein recht und völlig Heer bey zwantzig tausend Mann
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Auf welches man zu Worms versamlet war zu rathen/
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Wie man mit solcher Macht hinfort den großen Schaden
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Ersetzen möcht/ und war Herr Cantzler Oxenstern
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Das Häupt von diesem Raht. Es kam hierauf so fern/
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Daß man die Schweden Macht dort in die lande-Sach-
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Den Käysrischen daselbst vor Einfall gnug gewachsen
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Zu seyn/ die Weymar-Macht am Reyhn vertheilete/
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Kein Palm steigt ohne last und drucken in die Höy.
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Also ergieng es auch bey diesen zwo-Armeen/
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Sie musten manchen Schlag bald dort/ bald da außstehen
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Eh jede wiederum/ wie vor/ den Glantz bekam.
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Als Käyser Ferdinand von diesem Thun vernahm/
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und daß es noch nicht gar nach Wundsche wolte kommen/
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Ob schon der Sieg einmal vom Feinde war genommen/
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Sah man auch seine Macht zertheilt. Die Helffte zog/
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In zwantzig tausend starck/ nach Böhäimb und bewog
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Cur-Sachsens Macht heraus. Die Helffte gleicher Män-
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Zog an dem krummen Meyn und Necker in die Länge/
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und hatte manchen Sieg ob mancher feinen Standt.
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Heylbronn gieng wea nach dem es wol aufochten hatt’.
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Und nun gieng auch das Schloß von Würtzburg aus den
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Es war bey dieser Zeit solch Ding nicht abzuwenden.
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Ich rede von dem Schloß/ die Stadt war schon besiegt/
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Hiefür hat Freytags Häupt das Schwerdt zur Straff ge-
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Daß es aus Mangel must’ an seinen Bischoff gehen.
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Dem Würtzburg folgete die Philippsburg am Reyhn/
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Ein fester Ort/ und nahm des Gallas Völcker ein/
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und Speyer eben so. Höchst that hierauf dergleichen.
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Doch Bobenhausen wolt in keinem Wege weichen/
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Biß seine Krafft vergieng. Es war die Weymar-Macht
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und vieler Fürsten Hilff noch nicht bey-ein gebracht/
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Diß gab den Feinden Lufft. Meyntz wolte sich der Feinde
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Befreyen/ hielt hierum mit Manßfeld seinem Freinde
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Durch Briefe heimlich Raht/ der bald verrathen war/
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Diß brachte viel ans Schwerdt und bracht der Stadt Ge-
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Und nun must Augspurg auch an Beyern sich ergeben.
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Es hatte lange Zeit gekämpfft/ und kaum das Leben/
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Der Hunger war so groß/ daß man die Todten fraß/
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Es war kein gifftig Ratz versichert/ wo er saß/
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Er muste nach dem Mund und Magen der Soldaten/
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O GOtt! in welche Noth kan eine Stadt gerathen/
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Was hastu Deutsches Rom im Frieden schöne lust?
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Was leckerbissen sind in dur sonst nicht bewust?
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Und nun must' all dem Volck solch Ungelück erleben.
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und zwar durch einen Zwist. Die Norkan folgte nach/
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und alles was bißher in Francken Schwedisch sprach/
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Auch in der Ober-Pfaltz. Was man mit langem Kriege
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Erworben hatt’/ entgieng hiemit nach einem Siege/
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Der mit dem Käyser war. Diß war noch nicht genug/
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Was schon geschehen war/ man nahm auch einen Zug
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Nach Hessen/ wie zu vor/ hieselbst noch mehr zu kriegen/
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Der Landgraf aber war bißher von vielem siegen
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So starck/ daß jhm der Feind sehr wenig abgewann.
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Man dröute Glut und Schwerdt/ man bot’ jhm Frieden an/
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Er aber wolte sich von Schweden niemals trennen
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Biß er den Frieden würd’ in bäßrem Stande kennen/
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Als er jhn jetzo sah. In dem er Antwort gab
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That doch der Feind so viel und nahm ihm Rhenen ab/
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Jedoch durch eine list. Wir wollen nun durch Hessen
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In Sachsen/ und der Macht von Weymar was vergessen/
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Biß sie vollkommen wird/ und neuen Lärmen macht.
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Es hatte der Bannier den Winter kaum verbracht
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Gieng er vor Barby hin/ bestürmt es solcher maßen
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Daß alles Volck darin sein Leben muste laßen/
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Es war das jene Volck/ daß sich von jhm begab.
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Auf dieses lief sein Heer das halbe Meißen ab/
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Und that gleich wie ein Löu/ der seinem Band' entkommen/
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Bald wurde beyder Theyi jhr Zug nach Hall genommen.
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Doch/ wie Cur-Sachsens Heer von Hatzfelds seiner Macht/
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Aus Hessen Francken und Westfalen her gebracht/
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Seyr groß verstärcket wurd’/ erhoben sich die Schweden
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und nahmen jhren Weg/ um sehr gewisse Reden/
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Nach Staßfurt. Bald hierauf wurd auch Wettin besucht/
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Wo sie des Tauben Volck geschlagen und zur Flucht
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Getrieben/ auch sehr viel davon gefangen haben.
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Was jhnen bey lettin des Bandis Völcker gaben/
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War bey Wettin bezahlt. Von gleicher Macht zu seyn/
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Als die Cur-Sächsische/ kam Wrangel vor den Schein
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und leßle neben jhm mit 20 tausend Seelen.
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Hierzwischen kunte man ein dreyßig tausend zählen/
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umbgaben/ da man doch in dir der ersten Qual
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Noch unvergessen war. Hört was für Volck. Da waren
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Die Käyser-Sächsischen und Brandenburgsche Scharen/
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Mit Weymar-Wilhelms Volck und lüneburger Macht
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Zusam in ein’ Armee/ wie schon gedacht/ gebracht/
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Die alle schloßen dich in jhre strenge Waffen/
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Und mustestu dein Thor für jhnen offen schaffen.
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Man schickte zwar Entsatz/ doch es kam keiner ein/
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und must’ ein gutes Theil hiervon des Todes seyn.
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Rach dem der Schweden Feind das Magdaburg besiegte/
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Geschachs/ daß Leßle hier das Lüneburg bekriegte
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und neben Winßheim nahm. Weil dieses Fürsten Heer
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Den Schweden widrig war/ und nun/ wie vor/ nicht mehr
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Bey jhnen und bey dem von Hessen wolte stehen.
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Es war nun überall/ wohin man mochte sehen/
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Belägern/ Einnahm/ Pest/ Raub/ Brand und Hungers
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und blieb bald hier/ bald dort ein tapfer Tausend todt.
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Bannier vermerckende/ daß er mit schlechten Dingen
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Sich und sein Volck nicht wol zu rechte würde bringen/
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Bedachte sich zur Schlacht/ ermahnte seine Schar
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Zum fechten/ und trieb weg/ was schlecht von Hertzen war.
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Es gieng nach seinem Sinn/ und musten
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Ein viermal hundert Mann/ die auf dem Wege waren/
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Zur großen Macht zu gehn/ die ersten Todten seyn.
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Gleich wie der Donn der sich vom Anfang sacht und klein
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Bezeiget/ endlich doch mit großem Knall und Krachen
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Heraus bricht/ und die Welt vol Schrecken pflegt zu machen:
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Also geschah auch hier. Es traffen beyde Theil/
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Ob schon von großer Macht/ je dach sehr lange weil
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Nur schlecht scharmützelnde zusammen/ biß die Sachsen
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Mit samt den Käysrischen den Schweden baß gewachsen
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Zu seyn/ des Klizings Heer/ das man im nahen sah/
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Von dar an sich zu ziehn/ verreisten. Sihe da
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Erhob sich der Bannier und gieng recht nach der Mitten/
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Womit er jhnen Weg und Steg hatt’ abgeschnitten/
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Damit ja keiner nicht dem andern helffen kunt.
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Und als die gröste Macht nun bald bey Wittstock stundt'/
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Ein Heer von mehr zu Fuß’ als sechzehn tausend Streitern/
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Mit einer schönen Schaar von vierzehn tausend Reitern/
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Vom großen Sachsen selbst/ wie auch vom
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und Hatzfeld angeführt/ erhob er sich dahin
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und gieng jhr unverhofft
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und zwantzig tausend Mann in ihren starcken Rücken.
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That eine Schlacht auf sie/ und zwar mit solcher Macht/
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Daß er 6000. Mann und mehr hat umgebracht.
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Er kriegte fünfftzig Stück und etlich tausend Wagen/
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Die gantze Tonnen Golds jhm haben eingetragen.
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Ein jeder seines Volcks bekam so viel davon
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Daß er sich freuen kunt. Es ist des schlagens Lohn
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Beuth oder Traurigkeit/ versteh in solchem Kriegen.
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Noch waren über diß zur Beuth’ auf dieses siegen
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Von Fahnen zwölffmal zwölff und noch vielmehr. Dabey
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Fünff Oberste/ und dann noch eine lange Rey
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Von denen/ die dem Mars von Venus sind gegeben/
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Nach lang-gehabter Last auch einst in Lust zu leben/
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Diß alles blieb im Stich. Hierauf so ställte man
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Zu Wittstock vor den Sieg ein großes Danckfest an/
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und schoß dreymal Triumpff aus des besiegten Stücken/
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Die man nicht lang hierauf nach Schweden sahe schicken
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Der Nordischen Göttin-Christinen ins Gesicht
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Zu ställen/ was jhr Heer nunmehr hatt’ außgericht/
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Jedoch durch GOttes Hand. Es ist vorwahr zu sagen:
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Daß sich der Gegner hab im schlagen so getragen
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Als Helden zugehört. Es lag sein Volck also/
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(das keine Flucht bezeigt) als abgemeyhtes Stroh.
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Wann aber sich das Glück bey einem widrig stället/
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So hilfft es nicht/ wie sehr daß man sich rund umwället
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und voll von Weißheit weis. Durch diese große Schlacht
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Hat sich Bannier noch mehr als je beförcht gemacht/
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und seiner Krohnen Ehr’/ jhm selbst zum Ruhm/ vermehret.
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Da kurtz vor dieser Schlacht kein anders war gehöret/
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Als daß die Schweden sich biß nach der Balther-See
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und so anheim gewandt/ da kamen sie zur Höh
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und triumfireten durch jhrer Feinde lande.
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So bald bringt eine Schlacht ein Werck zu andrem Stande.
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Sie ruhen nach der Schlacht ein wenig aus/ und ich
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Nehm auch auf diese Schrifft ein wenig Ruh vor mich.