Seestrand bey Terracina

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Hans Assmann von Abschatz: Seestrand bey Terracina (1704)

1
Hier/ wo die wilde Flutt mit stoltzen Wellen spielet/
2
Und Eurus seinen Grimm am nassen Ufer kühlet/
3
Wo Einsamkeit ist Wirth und Gast ein Wandersmann/
4
Der voller Furcht betritt die Schrecken-reiche Bahn/
5
Schneidt seine treue Faust in Stein
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Den Nahmen meiner Liebsten ein.

7
Es darff den Demant nicht der Vöcke Blutt umschlüssen/
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Noch scharff-gesäurter Wein den harten Fels begiessen/
9
Kein zugespizter Stahl/ kein Hammer schwer von Last/
10
Kein Eisen Mulcibers wird in die Hand gefast/
11
Wo Amor einen Bau giebt an/
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Der Neid und Zeit besitzen kan.

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Getreuer Hertzen Blutt/ die Thränen reiner Seelen
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Sind mächtig ieden Stein und Felsen auszuhölen.
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Was dieser Eßig-Safft/ diß Scheide-Wasser nezt/
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Wird durch Cupidens Pfeil/ als Meißel/ ausgeäzt:
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Mit solchem schreibet meine Hand
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Diß edle Zeichen an den Strand.

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Du/ den der Reisen Lauff in diese Gegend führet/
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Verehre solche Schrifft/ wie deiner Pflicht gebühret/
21
Und/ hast du anders was aus reinem Hertzen lieb/
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So wünsche/ daß der Hand/ die diese Worte schrieb:
23
Lisille möge linder seyn
24
Als dieser rauhe Felsen-Stein.

(Abschatz, Hans Assmann von: Poetische Ubersetzungen und Gedichte. Leipzig, 1704.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Hans Aßmann Freiherr von Abschatz
(16461699)

* 04.02.1646 in Q7999247, † 22.04.1699 in Legnica

männlich

deutscher Barocklyriker und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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