Verträglich und gedultig

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Hans Assmann von Abschatz: Verträglich und gedultig (1704)

1
Ardenia/ mein Licht/ was wilt du weiter sagen?
2
Ich küsse mit Gedult die Rutte/ die mich schlägt/
3
Und bet in Demutt an den Feind/ der mich erlegt/
4
Verzehre mich in mir mit Leiden und nicht klagen.

5
Ein Hylas will alsbald das volle Jawort wissen/
6
Ich warte biß dein Mund es von sich selber spricht.
7
Ein Filadon verträgt sich mit Gesellschafft nicht/
8
Will/ was er noch nicht hat/ bereits allein genüssen.

9
Viel andre lieben dich; ich laß es frey geschehen:
10
Ein ieder sucht sein Glück/ und liebt was Liebens werth.
11
Du bist doch einem nur zu seiner Zeit beschert:
12
Man wird mich nie indeß zu dienen müde sehen.

13
Dein kluges Urtheil mag ohn allen Zwang erkennen/
14
Wer deiner Gegen-Gunst am besten würdig sey.
15
Doch suchet deine Wahl ein Hertze voller Treu/
16
So bin ich schon gewiß/ du wirst Silvandern nennen.

17
Soll gleich der Ausspruch nicht auff meine Seite fallen/
18
Ich werde dir darob nicht abhold können seyn.
19
Ich will die keusche Brunst ins Hertze schlüssen ein/
20
Und bleibe biß ins Grab dein Treuster unter allen.

(Abschatz, Hans Assmann von: Poetische Ubersetzungen und Gedichte. Leipzig, 1704.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Hans Aßmann Freiherr von Abschatz
(16461699)

* 04.02.1646 in Q7999247, † 22.04.1699 in Legnica

männlich

deutscher Barocklyriker und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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