Gute Lehre

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Eduard Mörike: Gute Lehre (1838)

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Es fällt ein warmes Regelein,
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Wie duften da die Blumen,
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Die Apfelblüth' so fein!

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Im Häuselein da drüben
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Ein Bauer vespert wohlgemuth,
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Hat's Fensterlein halb offen,
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Das Lüftlein thät ihm gut.

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Ei, spricht er bei sich selbsten,
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Ein Sonntagssträuschen hätt' ich gern,
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Auf morgen in die Predigt,
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Tulipanen oder Stern.

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Ein Vöglein hat's vernommen,
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Das denkt: dir soll geholfen seyn;
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Thät schnell ein Blümlein holen,
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Und bringt's im Schnäbelein.

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Ei, lachte da mein Peter!
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Hat flugs sein Fenster zugemacht,
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Hat's Vögelein gefangen
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Und in den Käfig bracht.

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Ach, muß das Vöglein trauern!
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Und war auch von der Stunde krank;
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Sind feine Kerl die Bauern,
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Die geben Stank für Dank!

(Mörike, Eduard: Gedichte. Stuttgart, 1838.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Eduard Mörike
(18041875)

* 08.09.1804 in Ludwigsburg, † 04.06.1875 in Stuttgart

männlich, geb. Mörike

deutscher Lyriker der Schwäbischen Schule, Erzähler und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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