Der Kanonier

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Eduard Mörike: Der Kanonier (1838)

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Auf der Erde begegneten sich die Schaaren des Himmels
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Und der Höllen; es kommt eben zur förmlichen Schlacht.
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Vorn am Hügel steht ein Teufel bei der Kanone;
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Sein stets rauchender Schwanz dient ihm als Lunte dabei.
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(etwas phantastisch geformt ist der Feuerschlund, Flügel
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Statt der Räder, stehn hüben und drüben empor:
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Denn man braucht dies Geschütz zuweilen über den Wolken
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Bei Blokaden, da fliegt es durch die höllische Kunst.)
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Aber der Kerl ist feige; denn während langsam der
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Nach dem Zündloch bewegt, hält er die Ohren sich zu,
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Seitwärts über die Achsel nur schielend, jetzo die Augen
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Fest zudrückend: Tupf! folgt der entsetzliche Knall.

(Mörike, Eduard: Gedichte. Stuttgart, 1838.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Eduard Mörike
(18041875)

* 08.09.1804 in Ludwigsburg, † 04.06.1875 in Stuttgart

männlich, geb. Mörike

deutscher Lyriker der Schwäbischen Schule, Erzähler und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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