Akme und Septimius

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Eduard Mörike: Akme und Septimius (1838)

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Akme, seine Geliebte, auf dem Schoose
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Haltend, sagte Septimius: „Meine Akme!
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Uebermäßig hab' ich dich lieb und will auch
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Jahr für Jahr dich beständig also lieben,
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So arg wie nur ein Mensch jemals im Stand ist;
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Sieh, sonst mag mir's geschehn, daß ich, ganz einsam,
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Sey's in Libyen, sey's im heißen Inder-
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Land, dem tödtlichen Blick des Leu'n begegne!“
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Wie er dieses gesagt, nies't Amor, herzlich
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Es bekräftigend (sonst war er ihm abhold).
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Akme, rückwärts ihr Köpfchen leicht gebogen,
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Und die trunkenen Augen ihres süßen
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Knaben küssend mit jenem Purpurmunde,
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Sprach: „Mein Leben! o du mein Septiminchen!
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künftig dienen wir
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Heißer Feuer im zarten Marke glühet!“
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Wie sie dieses gesagt, nies't Amor, herzlich
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Es bekräftigend (sonst war er ihr abhold).
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Auf so günstige Zeichen nunmehr bauend
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Tauschen Beide von Herzen Lieb' um Liebe.
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Nur in Akme allein lebt noch Septimius,
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Die ihm theurer als Syrien und Britannien,
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Nur Septimius widmet Akme treulich
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All' ihr Süßes und alle Liebeswonnen.
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Kein glückseliger Paar hat man gesehen,
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Keine Liebe, so schön vom Gott besiegelt!

(Mörike, Eduard: Gedichte. Stuttgart, 1838.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Eduard Mörike
(18041875)

* 08.09.1804 in Ludwigsburg, † 04.06.1875 in Stuttgart

männlich, geb. Mörike

deutscher Lyriker der Schwäbischen Schule, Erzähler und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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