18. Die Schöne Blinde

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Hans Assmann von Abschatz: 18. Die Schöne Blinde (1704)

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Schöner Maulwurff blinder Liebe/ mit Erbarmnis nehm
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ich wahr/
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Wie der Augenbronnen Bogen seiner Pfeile muß entbehren/
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Wie die roth-beflammten Wangen unbelebte Glutt ernäh-
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ren.
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Wie du must den duncklen Schatten düstrer Nächte stellen dar.
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Wer erkennet in dem Finstern deiner Ros’ und Liljen Schaar/
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Wenn sie keiner Sonne Stralen an das helle Licht geweh-
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ren?
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Doch der äuserliche Mangel kan die Seele nicht beschweren:
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Wer die Liebe/ wer die Warheit schauet/ sieht genugsam klar.
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Wird nicht durch den süssen Schlaff iedes Auge zugemacht?
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War die junge Welt nicht selbst voller Finsternis und Nacht?
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Warum solte dich der Abgang deiner Augen schmertzen kün-
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nen?
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Sonne blendet/ Augen trügen/ aber das Gemütte nicht/
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Welches in sich selbst gezogen/ durch die äuserliche Sinnen
18
Unverleitet/ selbst vom Himmel schöpffet ein gewisses Licht.

(Abschatz, Hans Assmann von: Poetische Ubersetzungen und Gedichte. Leipzig, 1704.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Hans Aßmann Freiherr von Abschatz
(16461699)

* 04.02.1646 in Q7999247, † 22.04.1699 in Legnica

männlich

deutscher Barocklyriker und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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