Bey Des Weyland Hoch- und Wohlgebohrnen Herrn/ HERRN Hanns Aßmann/ Frey-Herrn von Abschatz/ Auff Würbitz/ Nieder-Gölschau/ Ober- Bärschdorff/ Petschkendorff und Lede- rose/ rc. rc. Des Fürstenthums Liegnitz und zugehöri- ger Weich-Bilder Landes-Bestellten/ auch bey de- nen Zusammenkunfften der Hochlöbl. H. H. Für- sten und Stände in Breßlau Deputirt en/ Anno 1699. in der Oster-Woche in Liegnitz geschehenen Leidvollen Todes-Falle und Leich-Bestattung/ Zu wohlverdienten Ehren offerirten ihre mitleidigen Gedancken Dessen biß ins Grab Getreue Freunde

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Hans Assmann von Abschatz: Bey Des Weyland Hoch- und Wohlgebohrnen Herrn/ HERRN Hanns Aßmann/ Frey-Herrn von Abschatz/ Auff Würbitz/ Nieder-Gölschau/ Ober- Bärschdorff/ Petschkendorff und Lede- rose/ rc. rc. Des Fürstenthums Liegnitz und zugehöri- ger Weich-Bilder Landes-Bestellten/ auch bey de- nen Zusammenkunfften der Hochlöbl. H. H. Für- sten und Stände in Breßlau Deputirt en/ Anno 1699. in der Oster-Woche in Liegnitz geschehenen Leidvollen Todes-Falle und Leich-Bestattung/ Zu wohlverdienten Ehren offerirten ihre mitleidigen Gedancken Dessen biß ins Grab Getreue Freunde (1704)

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Gelehrter Edelmann/ du Phönix unsers Landes/
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Dergleichen Schlesien nicht mehr bekömmt zu schaun/
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Du Kleinod edler Welt und Crone deines Standes/
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Ach könt’ ich deinem Ruhm ein Mahl der Ehre bann!
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Ach wär’ ich doch geschickt in Marmel dich zu ätzen/
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Und könte mit dem Leib’ auch bilden deinen Geist!
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So solte meine Faust dich in das Zimmer setzen/
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Wo man uns vor das Wohl des Landes sorgen heist.
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Hier/ leider! pflegt man dich am meisten zu vermissen/
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Es ist kein Abschatz mehr der unser Ruder führt/
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Und dessen grosser Witz und ungemeines Wissen
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Die schwache Landes-Uhr durch stillen Zug regirt.
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Ein ieder unter uns muß dir zum Ruhme sagen/
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Daß man auff deinen Rath von allen Seiten sah/
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Es schien/ als soltest du die Last vor alle tragen/
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Wie offters ward gefragt: Ist unser Abschatz da.
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Drum wird dein hoher Glantz zu allen Zeiten grünen
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Bey iedem/ der die Ruh des Vaterlandes sucht/
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Und nicht aus tollem Wahn mit falsch-geschminckten Mi-
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nen
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Die alte Policey und Nedligkeit verflucht.
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Ihr edlen Schlesier/ ach dörfft ich hier was melden!
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Und möcht’ eur werther Geist es günstig nehmen an/
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So sagt’ ich: Kunst und Buch beschämen keinen Helden/
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Ja Wissenschafft erhöht den besten Edelmann.
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Pferd/ Degen und Pistol sind lobens-werthe Sachen/
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Ich laß euch auch die Jagt zur Lust und Ubung zu/
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Allein Gelehrsamkeit kan euch unsterblich machen/
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Und schafft dem Stamme Glantz/ dem Geiste wahre Ruh.
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Ein Demant bleibet stets ein Stein/ so hoch zu schätzen/
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Doch gilt er noch so viel wenn ihn die Kunst polirt:
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So ist der Adel auch gantz billich vorzusetzen/
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Denn aber glänzt er recht/ wenn ihn die Tugend ziert.
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Man spart nicht Geld noch Müh zu weit-entfernten Rei-
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sen/
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Ja iedes Wort und Thun schmeckt nach der fremden
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Welt/
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Allein kan Engelland und Franckreich uns nicht weisen/
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Daß sich der Adel dort meist zu den Büchern hält?
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Drum/ Werthen/ stellet euch den Abschatz zum Exempel/
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Und denckt/ daß Wissenschafft wohl kan beym Adel stehn/
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So werdet ihr/ wie er/ in grossen Ehren-Tempel
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Und unser Schlesien vor alle Länder gehn!

(Abschatz, Hans Assmann von: Poetische Ubersetzungen und Gedichte. Leipzig, 1704.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Hans Aßmann Freiherr von Abschatz
(16461699)

* 04.02.1646 in Q7999247, † 22.04.1699 in Legnica

männlich

deutscher Barocklyriker und Übersetzer

(Aus: Wikidata.org)

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