Der Himmel

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Johann Justus Ebeling: Der Himmel (1747)

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O! welch ein Land ist in dem Kreise,
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Der ungemessnen Ewigkeit!
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Wohin die Frommen nach der Reise,
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Der abgelauffnen Lebens Zeit,
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Durchs finstre Todes Thal gelangen;
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Wie? darf mein Geist sich unter-
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Wie Moses einst von Nebo Höhn,
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Entzükt in diese selge Grenzen,
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Allwo ein immer grüner Lenzen,
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Mit einen Glaubens-Blik zu sehn?

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Ja! Ja! erhebe dein Gefieder,
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Zu diesem Siz der Göttligkeit,
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Mein Geist! und fasse das in Lieder,
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Was dort der Selgen Chor erfreut.
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Was vor ein Blik! der Sonnen Sonne,
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Und ihre Schimmer reiche Wonne,
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Glänzt da in voller Mäjestät.
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Die Gottheit läst sich in den Auen,
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In mehr als güldner Klarheit schauen,
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Die Sonne, die nie untergeht.

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Ich sehe viele Millionen
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Gekrönter Bürger welche da,
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In den bestrahlten Lande wohnen,
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Wo selbst der grosse Jehovah
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In naher Herrligkeit regieret,
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Und alles durch den Abglanz zieret.
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Beglüktes Land, wo keine Nacht,
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Den Schauplaz aller Seligkeiten,
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Die ich ohnmöglich kan ausdeuten,
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Durch trübe Wolken finster macht.

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Mir deucht es scheint dem Paradeise,
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Der Seligen verklärtes Reich,
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In seinen weit umgränzten Kreise
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In etwas, nicht in allen gleich.
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Der Gottheit ausgeblizte Strahlen,
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Die alles was hier ist, bemahlen,
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Die machen alles Wunderschön;
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Die Häuser die wie Tempel scheinen,
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Die schimmern gleich den Edelsteinen,
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Davor die Perlen-Thore stehn.

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Mir deucht in himmlischen Revieren,
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Sind Berge ganz von Diamant,
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Von funkelnden Rubin, Saphiren
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Die die umschränkte Allmachts Hand,
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Zur Lust der Selgen aufgeführet;
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Mir deucht die Flüsse sind gezieret,
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Mit Uffern von dem feinsten Gold,
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Dadurch der schlängelnden Cristallen
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Bewegte Fluth, in sanfften Wallen,
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Sich wie ein heller Spiegel rollt.

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Der Bäume unverwelkte Blätter,
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Die mit den Himmels Thau bestreut,
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Die keine Lufft, kein Sturm und Wetter,
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Mit Regen und mit Hagel dreut,
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Umgeben lauter Lebensfrüchte,
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Die lieblich sind dem Angesichte,
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Und ohne Schaden im Genus;
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Da ist der Wohnplaz selger Stille,
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Wo bei der unerschöpften Fülle,
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Verbannt Gram, Ekel, Ueberdruß.

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Hier sind der Engel reine Schaaren,
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Die Geister die kein Fehl beflekt,
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Die
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Die auf der Welt in Noth bedekt.
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Die Thronen, und die Cherubinen,
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Die Strahlenreiche Seraphinen,
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Die wie die rege Lufft, der Wind,
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Des Höchsten Königs weisen Willen,
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Jm Augenblikke zu erfüllen,
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Mit Willigkeit beflügelt sind.

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Die Geister werden sich vermählen,
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Durch Umgang der da immer währt,
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Mit denen auserwählten Seelen,
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Die durch des Himmels Glanz verklärt;
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Was werden sie vor tieffe Lehren,
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Von diesen heilgen Dienern hören,
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Die lang die Gottheit angesehn?
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Was werden sie vor Herrligkeiten,
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Aus der Geheimniß Tieffen leiten,
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Dadurch den Schöpfer zu erhöhn?

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Wie werden sie die dunklen Klüffte,
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Die hier in der Natur erblikt,
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Den Wunderbau der obern Lüffte,
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Die ein geheimes Band verstrikt,
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Den Lehrbegierigen erhellen,
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Und nach ein ander das vorstellen,
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Was jene Tieffe uns verdekt;
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Wie werden sie das da erklären,
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Was hinter den verborgnen Spheren,
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Vor Wunder der Natur verstekt?

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Dort werden in der Geister Chören,
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Von
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Die Seligen noch vieles hören;
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Was wir hie mit Verwunderung,
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Und offt nicht ohn Verwirrung sehen,
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Als dunkle Räthsel nicht verstehen.
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Da wird der Vorhang weggerükt,
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Und was im göttlichen Regieren,
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Als Dunkel noch nicht auszuspüren,
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Jm Allerheiligsten erblikt.

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Der weisen Vorsicht gütigs Fügen,
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Die uns auf dieser Unterwelt,
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Als eine Quel von Misvergnügen,
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Die voller Wirbel vorgestellt,
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Wird da die Dekke weggezogen
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Und in der stillen Lust erwogen;
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Da sieht die auserwählte Schaar,
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Wie sich der Vorsicht Uhr gedrehet,
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Und alles was dadurch entstehet,
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Zum Zwek gelenket wunderbahr.

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Dies werden sie da überlegen
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Und mit vergnügter Lust ansehn,
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Wie dies und jenes ihrentwegen,
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Zu aller Menschen Heil geschehn.
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Das Wachsthum und der Fall der Länder,
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Die wunderlich verknüpften Bänder,
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Der Reiche in der Unterwelt,
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Die uns viel Zweiffels-Knoten winden,
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Die werden sie ganz leicht ergründen,
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Weil alles Dunkle wird erhellt.

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Das ist die süsse Seelen Speise,
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Womit sich jene Selgen nährn,
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Die zu des Schöpfers Ruhm und Preise,
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Von allen die Erklärung hörn,
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Warum der Herscher dieser Erden,
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Bald die, bald jene Angstbeschwerden,
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Auf ihre Schultern auferlegt;
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Da werden sie erstaunend merken,
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Wie alles, wie in Räderwerken
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Zu dem bestimmten Zwek bewegt.

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O! welch ein Glük vor selge Seelen,
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Stammt aus dem reinen Kenntnis nicht?
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Was macht das englische Erzählen,
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Vor ein vergnügend Freudenlicht?
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Der Glaubens Lehre Dunkelheiten,
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Die kein Geist hier kan klar ausdeuten,
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Durchdringet ihre Fähigkeit;
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Jhr Wissen wird dadurch erweitert,
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Vermehrt und ferner ausgeheitert,
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Was hier ein Stükwerk in der Zeit.

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Daraus entspringt die selge Stille,
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In jener frohen Geister Welt,
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Wo aus der nie erschöpften Fülle,
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Wird stets was neues vorgestellt;
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Und diese neuentdekten Wunder,
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Sind Funken dadurch sich der Zunder,
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Der Trieb zu
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Weil stets das Herz in Freude schwimmet,
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So wird dadurch auch angeglimmet,
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Das Feur woraus die Sehnsucht stammt.

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Da hör ich von den Selgen Chören,
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Ein brünstig Lob, in jenem Land
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Dem grossen All, zu seinem Ehren,
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Das Vater, Sohn und Geist genannt.
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Es spürt mein Geist durch tieffes Denken,
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Noch vieles, das sich nicht läst schränken,
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In Wörter dieser Unterwelt.
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Genug, das was ich schon erblikket,
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Hat meinen Geist also entzükket
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Das ihm nichts irdisch mehr gefällt.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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