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Mein Geist der war vom Denken müde,
und auch die Kraft der Sinnen mat,
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Als sich das helle Licht der Sonnen,
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Den Abendgrenzen näher zog. Die A-
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Und ehe man es sich versah, war alles
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Die Augen konnten nicht mehr sehen. Ich sprach:
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Ist nun auch abermahl vollendet: Nun ist die süsse
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Ich legte Buch und Feder hin, und bei der Rast
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Erholte sich der matte Geist, in einer stillen Ruhe
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Und breitete die schwarzen Schatten; es wurden an
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Die Nachtlaternen, die Gestirn uns sichtbahr in den
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Ich sah sie an dem Firmament, in einer stillen Klar-
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Der Schlaf durchkroch zulezt die Glieder; die Stil-
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Es stöhrte mich nicht in der Ruhe, der hellen Sonne
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Es war der Schatten schwarzer Nacht, an dem be-
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Als wie ein Vorhang ausgespannt, und um mein
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Ich leg in denen weichen Federn, und schlief bei die-
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Bis deß die Morgenröth erwachte, die mich erwek-
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Mein Geist war munter und der Leib verspürte zu
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Da sich die Nerven aufgespannt, auch wieder die
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Es fiel mr zu des Schöpfers Preise, des Morgens
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Sehr weislich zu des Menschen Leben und zu der
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Dieweil der Schlaf uns nüzlich ist, des Leibes Kräfte
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Sonst würde unsers Leibes Bau gar bald ermatten
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Sonst könnten unsre äusre Sinnen, auch nicht so
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Es müsten aller Nerven Kräfte, wenn sie stets auf-
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Die Nacht ist gut auch vor dem Geist; der wird
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Auf eine wunderbahre Art beim stillen Schlummer
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Die Sinnen unsrer Seelen Wächter, die geben.
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Weil alles in der Stille lieget, was auser uns vor-
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Der Augen Vorhang schliest sich zu: Wir können
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Sonst würde bei der stillen Ruh, verwirrte Unruh
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Die Nacht und deren ihr Geselle, der Schlaf bringt
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Und dienet, wie wir schon gehöret, auch der Gesund-
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Der Schlaf ist zu dem Wachsthum gut der Jugend;
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Bei ihrer guten Leibeskraft, noch länger daurhaft
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Der Schlaf ist bei gesunden Tagen ein Mittel da-
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In einem warmen Bette kommen; da wir wenn un-
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Die sanfte Ausdünstung verspürn, dadurch der Un-
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Der unsern Körper träge macht, wenn er in Haut
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Der Schlaf ist gut auch für die Kranken, und dienet
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Wenn sie nur erst zum Schlummer kommen; so merkt
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Die Nacht flößt manches Labsal ein, den Armen
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Und sich nach einer sauren Last des Tages, wiederum
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Je grösser unsre Last gewesen, je süsser ist hernach
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Wenn uns die Nacht zu Bette winket, und drükket
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Die Nacht vertreibet auch das Heer der überhäuften
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Und macht uns von demselben frei, bis wieder auf
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Da dieses Heer des freßgen Kummers, von neuen
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Und uns bei vielen eitlen Grillen, die Last des Tages
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Wer dieses achtsam überdenkt, der spüret seines Schöp-
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Die er uns durch den Schlaf mittheilt, mit recht er-
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Der HErr der ordnet alle Zeiten, er fördert ihre
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Wie weislich ist nun nicht geordnet, die Wunder-
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Da er die Nacht stets nach dem Tag, läßt unverrük-
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Wenn man davon den Zwek erwegt; so kan man
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Der Vortheil den die Nacht uns giebet, die Ruhe
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Sind süsse Gaben unsers Schöpfers, wenn man es
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Die Wollthat die dadurch der Leib, und auch die
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Kommt aus der einzgen Quelle her, woraus das
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Wenn sie gar sanft und süß geschlaffen, zu deinem
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Der Schlummer der Gewohnheit ists der unser Herz
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Daß es bei dem genoßnen Gut, doch immer uner-
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Drum sage mir du blinder Mensche! der du den süs-
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Und durch des Schöpfers holde Güte, so ofte munter
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Wie ofte hast du ihm gedankt, daß er die Nachtzeit
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Auf jedem Tag daran man wirkt, nach weiser
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Du hast darauf dich nie besonnen; das lehrt die Un-
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Die dich bishero eingewieget. Drum wache auf, es
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Und Herze, Zunge, Mund und Hand mit ihren
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Gedenke künftig alle Morgen, wenn Nacht und
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Und deine Munterkeit der Sinnen, den süssen Schlum-
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Wie gütig unser Schöpfer sey; und wie er nach den
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Zur Nachtzeit wieder lindern kann, die Kummer-vol-
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Verspürst du neue Lebens Kräfte; so brauche sie auf
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Zu dein und deines Nächsten Nuzzen; und zu des
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Bis daß dich dreinst die lange Nacht, nach diesen
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Wird in dem Schoos der Ewigkeit, die allersüßte