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Der Augen helles Glas ist finster ohne
Licht;
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So siehet der Verstand ohn das Erkennt-
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Das uns theils die Vernunfft, theils
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Wenn man die Warheit sucht, und ihre Gründe
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Wer einem Zeugnis traut, dem keine Warheit
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Dadurch den Zweiffel hebt, der uns mit Unruh
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Der hat den Glauben fest auf einem Fels gebauet,
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Der unerschüttert bleibt, wenn gleich ein Sturm
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Der die geschäumte Flut daran mit Toben schlägt;
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Die aber alsobald muß wieder rükwerts springen,
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Wenn sie mit Sprudeln wil den steilen Fels ver-
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So unverlezzet bleibt ein Mensch der GOtt ver-
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Er hat sein sichres Wohl auf einem Fels gebaut.
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Der Glaube nur allein kan unsern
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So lange wir allhie als Erden Pilgrim wallen.
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Daraus erhellet schon daß der glükselig sey,
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Wer sich ins Herze drükt, daß unser
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Und daß sein Wort gewis; und wer sich wird be-
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Was er uns hat gesagt, als Warheit anzuneh-
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Wie glüklich war der Mensch in seinem Para-
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So lang er das annahm, was ihn sein
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So bald der Glaube war aus seiner Seel verlohren;
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So bald war Unruh, Schmerz in seinem Geist
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Er ward ein Unglükskind, er rieß das Band ent-
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Der ihn das Glüklichseyn so fest ins Herz gepräget,
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Die Mittel zu dem Woll, so deutlich vorgeleget.
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Jhr die ihr dies erkennt, das Höchste Gut verehrt,
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Jhr sprecht von Glauben oft, da euch ein Wahn
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Es ist ein Unterscheid den Allerhöchsten kennen,
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Und ihn mit Zuversicht auch seinen Vater nennen.
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Der eine saget oft: Ich glaube daß ein
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Er lacht die Thoren aus, die sich mit Schimpf und
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Mit blinder Unvernunfft an ihren Schöpfer wagen,
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Und ihr Gewissen nur mit falschen Lügen plagen.
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Der andre brüstet sich mit seiner Wissenschafft
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Und meint das Wissen sey, das im Gedächtnis hafft,
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Ein sichrer Grund vor ihm, daß er dem Glauben habe
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Der doch des Geistes Gut, des Himmels Gnaden-
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Das ist noch lange nicht, was man den Glauben
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Der als ein starkes Feur in denen Herzen brennt,
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Der gläubt wer im Gemüt der Warheit Lehren he-
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Die Gründe deutlich sieht, wodurch das Herz be-
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Dem Beifal nicht versagt, dem was er in der
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Als eine Warheit liest; und was er drin antrifft
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Mit Zuversicht annimmt; ob wir es gleich nicht se-
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Noch mit den Sinnen spürn, wie alles könn ge-
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Der Glaube gründet sich auf die Warhafftigkeit,
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Sich in dem Fleische regt. Was seine Treu ge-
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Was er verheissen hat, hat er noch nie gebro-
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Sein starker Allmachts-Arm kan alles, was er wil,
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Bei dieser Zuversicht, bleibt der in Hofnung stil,
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Der seiner Allmacht traut, er nimmt zum Augen-
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Des Allerhöchsten Kraft und dessen Wunderwer-
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Die überzeugen ihm, daß keine Schwierigkeit
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Sie sey auch noch so gros, die nicht sein Wink zer-
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Zerbräche gleich dadurch der ganze Bau der Er-
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Und fiele dadurch hin das ganze Firmament,
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Und Sonne, Mond, Gestirn das dran im Lauffe
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Der Weisheit Ausspruch bleibt, er muß gewis ge-
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Und solte gleich die Welt dadurch zu Grunde ge-
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Der Anker stüzt den Muth, daß er nicht sinkt, noch
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Der in den Fels gelegt, der alles feste hält,
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Was sich nur darauf steift. Wer das im Herzen
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Was die Vernunfft erkennt, die Offenbahrung
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Und sich darauf verläst bei aller Kümmernis,
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Von solchen heisset es: Er gläubet ganz gewis,
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Was die Vernunfft und Schrifft uns giebt von
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Und Vollenkommenheit zu unserm Trost zu le-
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Der gläubt zur Seligkeit, wer GOttes Gnade
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Die das Verlohrne sucht, und JEsum Heiland
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Der unsre Sündenschuld als Bürge hat bezah-
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Der Sünden Handschrifft hat mit seinem Blut be-
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Der dies Verdienst ergreifft, und der Gerechtig-
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Die ihm als Sünder droht, das Lösegeld an-
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Das JEsus dargebracht. Wer dies Vertrauen he-
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Bei der Gewissens Angst an Christi Kreuz sich leget,
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Und den entflammten Zorn, wenn GOttes Don-
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Mit Christi Blute dämpft, das aus der Seite
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Dies Gnadenmittel braucht, die Reinigung von
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Allein in Christi Todt, in dessen Blut zu finden:
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Der nimmt die Warheit an, und die Religion
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Und hofft mit Zuversicht, des Glaubens künfftgen
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Der gläubet als ein Christ, und jägt die bangen
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Die das Gewissen macht, als unser Plage-Teufel
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Durch Zuversicht hinweg. Wie wol ist der dar-
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Der sich auf diese Art des Glaubens rühmen
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Der kan die Kümmernis der Seelen bald vertrei-
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In Zeit und Ewigkeit bei guten Muthe bleiben.
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O! HErr der du das Herz, und dessen Ohnmacht
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Und durch dein Gnaden-Licht die Demmerung zer-
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Die unsern Geist umhüllt, schenk uns ein gläubig
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Und zünde in uns an des Glaubens lichte Kerze;
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Gib daß wir unsre Pflicht erkennen, dich zu ehrn,
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So werden wir dein Wort das nimmer trieget,
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Es sieht dein Auge ja mit gnädigen Gefallen,
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Blos auf den Glauben nur, so lange wir hie wal-
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Drum treibe von uns weg des Zweiffels Kümmer-
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Und mache unser Herz durch deinem Geist gewis:
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So wird des Glaubens Krafft sich in der Liebe wei-
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So können wir dich recht, wie dir gefället, prei-