Ii. Cœli & Fœminæ rotunditas

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Martin Opitz: Ii. Cœli & Fœminæ rotunditas (1624)

1
Deß Himmels blawe Feld befleckt mit keinen Meckeln/
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Bestecket hier vnd da mithellen Sterne Fackeln/
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Beschlossen von sich selbst/ bestehend ohne grund/
4
Ist allenthalben gantz volkommen kugelrund.
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Die Frawen mehrertheils/ deß Himmels schöne Kinder/
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Befinden an fich die volkommenheit nicht minder/
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In dreyen sind sierund/ das erste sind die Brüst/
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Das ander ist das Haupt/ der Bauch das dritte ist.
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Die erste pflegen in die runde sich zu füegen/
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Wenn sie zu harte nicht daheim gefangen liegen/
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Wie die Jungfrawen jetz sehr vabarmhertzig sein/
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Vnd jhre Kindlein gar zu harte windelnein.
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Dem andern stücke wird die runde nicht benommen
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Durch vngehewre bürd/ die von vns Männern kommen/
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Das schöne Leibes Schloß schön rund vnd artig steht/
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Vnd seinem Himmel gleich sacht hin vnd wieder geht.
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Das drit ist von Natur zur runde nicht erkoren/
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Doch hat/ wie ich gehört/ der Breutigam geschworen/
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Daß nicht ein halbes Jahr soll recht vorüber gehn/
20
Sosoll dasselbe theil gantz kugelrund da stehn.

(Opitz, Martin: Teutsche Pöemata und: Aristarchvs Wieder die verachtung Teutscher Sprach. Straßburg, 1624.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Martin Opitz
(15971639)

* 23.12.1597 in Bolesławiec, † 20.08.1639 in Danzig

männlich, geb. Opitz

natürliche Todesursache | Pest

deutscher Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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