Geburt-gedichte

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Martin Opitz: Geburt-gedichte (1624)

1
Komm schöner Morgenstern/ ach komm vnd laß es tagen/
2
Aurora spanne doch vier Hengste vor den Wagen/
3
Komm eilend vnd zieh an dein schön rothgelbes Kleidt/
4
Wie lange wirstu dann die Sonne schlaffen lassen?
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Ey sprich/ sie solle doch sich mit dem Zügel fassen/
6
Die Rosse stunden da/ es sey schon hohe Zeit.
7
Drey mahl sein jetz und gleich sechs Jahre weg verlohren/
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Daß die durch Gütigkeit deß Himmels ward geboren/
9
In der ich alle Tag auffs new geboren werdt/
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Vnd daß in diesem Bild all jhre hohe Gaben
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Die grosse Göttinen so sehr erschöpffet haben/
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Daß dessen gleichen nicht gefunden wird auff Erdt.
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Die Juno/ Jovis Weib vnd Schwester/ thet jhr geben
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Viel Reichthumb/ Gut vnd Gelt/ die
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Die zarten
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Die
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Die
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Natura gab mich jhr zum Sclaven jederzeit.
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Ach komm/
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Brich durch die späte Nacht: wie kanstu der versagen/
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Der alle Göttinen so günstig sich erzeigt?
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Ach
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Komm doch/ wach auff/ wach auff/ sieh an die rote Wangen/
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In denen alle Zier vnd Außbundt sich eräugt.
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Richt’ auff dein klares Haupt/ daß deine Strahl’ erleuchten
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Den angenehmen Tag/ laß weiter nicht befeuchten
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Den Perlen Tau das feld/ steig auff deß Himmels Saal/
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Vertreib der Wolcken Dunst/ mach Anstand mit den Winden/
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Vnd halt den Regen ab/ laß dieses Fest empfinden
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Den gantzen Erdenkreyß/ erquicke Berg vnd Thal/
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Heut ist mein Augentrost/ heut ist mein Liecht geboren/
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In der vollkommenlich zusammen sich verschworen
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Die dinge/ so doch sonst gar selten Freunde sind:
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Die Schönheit/ vnd die Zucht. Ich will mein Haupt bedecken
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Mit einem Lorbeerkrantz/ Ich will viel höher strecken
36
Die Sinnen/ die Sie mir hat gantz vnd gar entzündt/
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Verzeihe mir/ mein Lieb/ daß ich von dir zuschreiben
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Mich vnderstehen darff: ich will dich einverleiben
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Durch diese meine Faust der Vnvergänglichkeit.
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Wann andre Heldinen hinfort genennet werden/
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Die durch jhr Lob erfüllt all Oerter dieser Erden/
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Wird auch dein hoher Nahm erschallen weit vnd breit.
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Doch so die meine Verß/ so diese meine Sinnen/
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Den gipffel deiner Ehr nit vbersteigen können/
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Ist dennoch für gewiß der Wille lobens werth.
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Ob wol der
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Ist seines Nahmens doch noch jetzund nit vergessen/
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Daß er jetzunder hat den gantzen Kreiß der Erdt.

(Opitz, Martin: Teutsche Pöemata und: Aristarchvs Wieder die verachtung Teutscher Sprach. Straßburg, 1624.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Martin Opitz
(15971639)

* 23.12.1597 in Bolesławiec, † 20.08.1639 in Danzig

männlich, geb. Opitz

natürliche Todesursache | Pest

deutscher Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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