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Bishero haben wir die Erde bloß allein
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Als eine Wies’ und Bluhmen-Garten,
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Mit vieler Anmuth, angesehn.
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Runmehro zeigt sie sich nicht minder schön,
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Als einen Hof voll Bäum’ und Früchte mancher Arten,
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Die nicht so gleich (o neues Wunder-Werck,
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So würdig, daß ich es mit Ehr-Furcht merck!)
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Nein, allgemach und Wechsels-weis’ entstehn.
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Ich sehe solchen Baum, von welchem ieder Ast
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Gebogen und gekrümmt, durch seiner Früchte Last.
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Und deren liebliches Gepränge,
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Mit frohen Blicken, durch Geruch und Farb’, entdecken,
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Wie niedlich säurlich süß die Früchte, deren Menge
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Nicht zehlbar, werden schmecken.
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Mich deucht, es sprech durch seiner Früchte Zier
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Ein solcher Baum zu mir:
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Erkenne doch in meiner Pracht,
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Wie groß die Güte, Macht und Majestät
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Desjenigen, der mich für dich gemacht.
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Ich bin ja nicht für Jhn so reich, auch nicht für mich,
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Jhm fehlet nichts, und ich
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Kann das, was Er mir gab, nicht brauchen.
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Laß Jhm zu Ehren denn dein Andachts-Opfer rauchen.
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Und pflücke meine Last: danck’ Jhm mit froher Brust,
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Und, weil Er mich gemacht zum Werck-Zeug deiner Lust;
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So werde du für mich, zu dieser frohen Zeit,
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Ein Werck-Zeug meiner Danckbarkeit.
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Ob höre mein vergnügtes Ohr,
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So gar von einem ieden Orte,
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Dergleichen Lehr-und Anmuth-reiche Worte.
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Je weiter ich nun ferner gehe,
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Je mehr entdeck’ ich, höre, sehe,
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Und treff’ ich neue Vorwürff’ an,
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Die mich mit neuer Freude rühren,
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Die mich im Danck zum Schöpfer führen,
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Und die ich nie genug bewundern kann.
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Bey einem ieden Schritt werd’ ich aufs neue
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Verändrungen gewahr, worüber ich mich freue.
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Hier seh ich, wie die Frucht in einer Rinde steckt:
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Da hält ein schönes Fleisch den Kern verdeckt:
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Die dort, ist in und aussen weich:
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Die Frucht ist, vielen andern gleich,
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Aus einer Bluhm’ entsprossen: Jene hier
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Kam, sonder Bluhm’ und Blüht’, aus hartem Holtz’ herfür:
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Die kommt, wann sich der Sommer zu uns wendet,
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Und jene, wann er sich geendet.
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Die eine fällt und welckt, wird sie nicht bald gepflückt,
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Die andre reiffet nie, wo man nicht warten kann:
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Die hält sich lange Zeit; die bricht sich zeitig an:
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Durch die wirst du gestärckt, wann jene dich erquickt.
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Kurtz: Alles, was mein Aug’ erblickt,
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Vergnüget mich an iedem Orte,
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Durch stets veränderten Genuß;
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So daß ich des Propheten Worte
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Für Freuden wiederholen muß:
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Auf Dich, o Schöpfer aller Dinge, sind aller Augen hin
gekehrt:
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Sie warten alle, bis daß ihnen von Dir die Nahrung wird
beschehrt.
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Du öffnest Deine Wunder-Hand: Du sättigst alles, gie-
best allen
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Die Nothdurft, und erfüllest alles, was lebt, mit Speis-
und Wolgefallen.