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Laß den und jenen nur von meinem Buche sprechen,
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Es sey ein Kräuter-Buch: ich leid’ es williglich,
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Daß er auf andre Weise sich
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Zu rühmen, zu erhöh’n. Ich kann mich nicht entbrechen,
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Zu des unendlichen liebreichen Schöpfers Ehr,
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In meiner Lust, von Bluhmen noch vielmehr,
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Zum Ruhm Des, welcher sie gemacht, hervor zu bringen,
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Und Dessen Allmacht, Lieb’ und Weisheit zu besingen,
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Der unerschöpflich ist an Reichthum vieler Kräffte.
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Zumahl wenn, wie anietzt, da ich die Blicke heffte
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Auf die sonst nicht gar viel geschätzte Glocken-Bluhme;
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Mir fast zugleich ein Lust- und Andachts-Strahl
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Durchs Auge, Dem der sie formirt, zum Ruhme,
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In meine Seele dringet;
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So daß sie sich aufs neu zum grossen Schöpfer schwinget,
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Indem mir, was an ihr so lieblich blüht und grünt,
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Zu einer neuen Sprosse dient,
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Wodurch ich zu Jhm aufwärts steige.
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Indem ich Dir und mir in dieser Creatur,
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Die so verwunderlich, allein durch GOTT, formiert,
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Allein durch Jhn so sonderbar geziert,
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Von Seiner Lieb und Macht die Spur
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Zu mehrer Lust, zu Seinem Ruhme zeige.
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Wie sonderlich ist die Figur,
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Geliebte Glocken-Bluhm, an dir zu sehn!
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Fürwahr man muß erstaunt gestehn,
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Daß du an Bildung dich von allen unterscheidest.
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Denn, ob du dich gleich auch in schöne Farbe kleidest,
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Und ich dich Purpur bald, bald Leib-farb und bald blau,
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Bald Weiß, bald bunt gefärbet, schau;
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So übersteigt die Form und ihre Seltenheit
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Dennoch, wie schön sie gleich, der Farben Lieblichkeit.
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Daß sie den Glocken gleich, wovon sie auch den Rah-
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Weiß ied er, aber das weiß ieder eben nicht,
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Auf welche Weise die Natur
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Die Glocken-förmige Figur
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Von solchen Blättern zugericht’t,
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Die dazu gantz nicht tauglich scheinen:
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Die sie iedoch so künstlich zu vereinen,
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Daß ihres grossen Schöpfers Preis,
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Wenn man sie sich vor Augen stellet,
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Aus dieser Bildungs-Kunst recht sonderlich erhellet.
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Zwo Arten Blätterchen, die gantz nicht gleich, for-
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Durch ihren Rang, der Bluhmen prangen,
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Die am gebognen Stiel, als an gebognen Stangen,
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Und die beweglich, abwärts hangen:
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Wodurch sie leicht bewegt, leicht hin und her sich rühren.
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Die eine Sorte gleicht, sieht man sie einzeln an,
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Des Uberflusses Horn so völlig, daß man nicht
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Leicht etwas gleichers finden kann.
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Derselben pflegen insgemein
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Sechs, sieben, auch wol acht, auch neun zu seyn,
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Die in der Mitten fest: in deren Ecken
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Die, hinterwerts gekrümmt, sich nach dem Stengel stre-
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Und sich zu äusserst lieblich ründen,
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Wir einen süssen Honig finden,
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Der den Geschmack, wann er die Zunge netzt,
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So, wie der Bluhmen Pracht das Aug’, ergetzt.
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Die andre Art von Blättern, deren wir
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Nie mehr als fünfe sehn, sind lieblich zugespitzt;
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Wo zwischen mehrentheils, in ordentlicher Zier,
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Ein Paar der kleinen Hörner sitzt,
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Die an dem Ort, wo sie sich fügen,
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Sich etwas einwärts ziehn, dadurch entsteht das schmiegen.
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Und weil sie unterwärts sich wieder auswärts biegen;
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Entsteht auf diese Weise
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Die Glocken-förmige Gestalt.
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Und alle Hörnerchen, das Süsse draus zu saugen,
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Aus diesen Blättern ziehn, so können wir den Rest,
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Der noch am Stengel fest,
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Ein eignes Blühmchen neunen.
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Des Saamens künstliches Gehäuse,
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Als wie die Kleppelchen sehr zierlich anzusehn.
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Ach! mögte doch in unsrer Brust
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Hiedurch ein Andachts-Trieb entstehn,
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Den wunderbaren GOTT und Schöpfer zu erhöhn!
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Es kommt der holden Bluhmen Zier,
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Zumahl verschiedne groß, verschiedne klein
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Recht als ein Glocken-Spiel mir für,
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Das ich, zu GOttes Preis und Ehre,
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Manch Lob-Lieb spielen seh’, und durch das Auge höre;
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Denn ob uns gleich die Lufft den Thon zum Ohr nicht
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So hindert dieses dennoch nicht.
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Es wird ein seuffzend Hertz, wenn gleich der Mund nicht
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Von unserm GOTT verspühret.
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Den Fuß von dieser Bluhme decket
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Ein wunder-schön gefärbt und nett formirtes Kraut,
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Das ein vernünftig Aug’ ohn Anmuth nimmer schaut,
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Und welches sich in holder Ründe
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Auf sieben langen Zweigen strecket,
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Wodurch ich einen Busch, der voller Anmuth, finde.
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Es theilet ieder Zweig sich wieder in drey Zweigen,
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Und ieder wiederum in drey,
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Die uns ein dreyfach Blat, das künst- und lieblich, zeigen.
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Die Bildung dieses Krauts ist aus der massen schön
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An seinen Ecken ausgeschnitten.
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Die Aederchen, die in der Blätter Mitten
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Recht lieblich durch einander gehn,
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Füllt ein licht-grüner Safft. Das dunckler grüne Blat
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Ist wie ein Tafft, ja wie ein Atlas, glatt.
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Auf selben sieht man mit Vergnügen,
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Als einen Thau, ein lieblich Blaues liegen,
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Das aber nicht am Blate fest,
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Nein, sondern sich verwischen lässt.
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Der Stiel ist oberwärts dem Purpur gleich,
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Und an so sanften Spitzen reich,
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Daß selbst der Serer Seide nicht
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So zart, so weichlich zugericht’t.
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Wer ist nun, der begreiffen kann,
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Wenn man auch allen Witz darauf verwendet,
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Auf welche Weise da, wo sich der Stengel endet,
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Solch eine zierliche Figur entstehen, sich verbreiten,
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Und sich verändern kann? Kein Mensch vermag zu fassen
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Die Ursach aller Zierlichkeiten;
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Man muß es nur bloß beym bewundern lassen.
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Lasst aber dieß uns doch zum Schöpfer leiten!
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Reimarus, eine wahre Zier
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Nach dem er dieß Gedicht gelesen hatt
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Und sich daran ergetzet; sandte mir,
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Aus seinem schönen Bluhmen-Garten,
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Von dieser Bluhme, jüngst, noch unterschiedne Arten
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Worin ich abermahl an Farben und Figur,
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Verschiedliches erblickt in welchem die Natur,
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Dem Schöpfer der Natur zum Preise,
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Von neuen auf verschiedne Weise
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Den Reichthum sehen ließ:
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Wodurch sie denn, da sie die Wunder mehrte
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Und Farb’ und Laub vervielfacht wies,
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Mich auch von neuen hieß
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Durch sehen, dencken und durch Lehren
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Von neuen unsern GOtt zu ehren.
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Mit wie viel Lust kunt ich an einigen entdecken
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Wie ihre Hörnerchen nicht nur
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Gedoppelt an der Zahl,
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Nein daß in jedem manches mahl
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Acht gantz vollkommner Hörner stecken.
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Daß wir daher ein jeglichs können
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Mit Recht ein Horn des Uberflusses nennen.
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Was zum bewundern mich nun sonderlich bewegt,
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Ist das ein’ jede Bluhm auf 80 Hörner heget.
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Nimt man nur blos, die Meng’ allein an ihr in acht,
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So zeiget sich aufs neu des Schöpfers Wunder Macht.
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Ach brich doch, liebster Mensch, ich bitte dich,
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Ein Glocken-Blühmchen doch in dieser Absicht ab,
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So wirst du bald ersehn, an Farb’ und an Figur,
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Was GOTT für Zierlichkeit in dieser Creatur
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Bereitet, und sie dir zur Lust der Augen gab.