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Ich bin, Geschätzter Brocks, durch Deinen
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Der so verbindlich schön, als fliessend wol geschrieben.
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Jedoch der Beyschluß hat mich selbsten mir entführt,
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Und, wie im Traum entzückt, zur Dichterey getrieben.
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Ich fühle seltne Lust, und einen fremden Zug;
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Die Worte werden mir durch süssen Zwang gebunden:
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Und kurtz: ich habe schon, durch übereilten Flug,
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Die Höhe von dem Pol der Wissenschaft gefunden;
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Ich dichte, doch mein Werck ist wie dort
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Das Regung, Thon und Krafft von
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Ist Deiner Weisheit Born, zur Danck-Begier, ge-
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Aus dieser Quelle rührt der süsse Uberfluß,
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Der meinen Geist beströmt mit reinen Andachts-
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Indem Dein netter Kiel, zum wahren Dienst-Genuß,
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Das Wasser-Reich vielmehr gebildet, als beschrieben.
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Ja, ja, es wallt in mir der Adern geistigs Blut,
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Wie deine Wellen sich, mit sanften Schlägen, brechen.
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Mich deucht, ich höre noch die Tropfen in der Fluth,
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Von ihres Schöpfers Macht sich, lispelnde, besprechen.
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Dein Lied vergleicht sich selbst dem allerschönsten Fluß,
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Der tieff, doch aber klar und unverschlämmet schiesset,
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Und allgemach zuletzt, bey seiner Ufern Schluß,
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Sich in sein Ursprungs-Meer mit Nutz und Lust ergiesset.
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Strahlt Deines Geistes Feur auf Feder und Papier;
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Scheint iede Sylbe mir im Gegenschein vergüldet:
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So wie das Sonnen Licht, stellt es Dein Pinsel für
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Sich in dem Spiegel-Glas der glatten Fluthen bildet.
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Du mahlest, Du belebst die Schönheit der Natur,
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Und was nur reitzendes in ihren Kreisen stecket.
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Du hast, durch so beliebt-als sichtbarliche Spur,
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Die fast verborgne Bahn zum Himmel uns entdecket.
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Was Augen, Zung, Geruch, Gefühl und Ohr gefällt,
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Was selbst den innern Kern, die Krafft der Seelen,
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Dieß zeigt das Schau-Gerüst der neu-entdeckten Welt,
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Von Deiner Wunder-Hand so lebhaft aufgeführet.
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(wie wol es Fabel-Spiel) die wilde Thiere zähmet;
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So wird, erregest Du der Elementen Krafft,
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Der Mensch, als Stein, bewegt, der klugen Witz be-
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Und sich Sein Zauber-Thon in Deine Lieder menget;
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Wird alles, was Gehör und Regung hat, bewegt,
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Und gleichsam Lufft und Fluth, durch Schall und Fall
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Es ist das Buch der Welt mein stetes Augen-Merck,
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Seit dem Du, durchs Gehör, die Frühlings-Lust er-
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Ich fühle, daß zugleich Dein schönes Wasser-Werck
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Mich, vom Gewohnheits-Schlaff, durch Aug und Ohr
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Von meiner Lehr-Begier die Erstlinge entrichten;
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So nimm dieß, als ein Theil der Danck-Ergebenheit
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Von meinen zärtlich Dir verbundnen Neigungs-
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Beym Schlusse dieses Blats schliesst sich mein Hertze
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Dein Nahm und Dein Verdienst bleibt bey mir unver-
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Und glaube, bis zum Ziel von meinem Lebens-Lauff,
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Daß, der Dich ehrt und liebt, sey