Unbekannter Titel

Bitte prüfe den Text zunächst selbst auf Auffälligkeiten und nutze erst dann die Funktionen!

Wähle rechts unter „Einstellungen“ aus, welcher Aspekt untersucht werden soll. Unter dem Text findest du eine Erklärung zu dem ausgewählten Aspekt. Nicht jede Anmerkung ist für die Analyse gehaltvoll.

Johann Justus Ebeling: Unbekannter Titel(1747)

1
mein Trieb, der waget warlich
2
Da ich mich untersteh der Andacht Saiten-
3
Das meine Einfalt rührt, mit dem verstimm-
4
Für dein bemerkend Ohr, in matten Thon
5
Die Schuldigkeit befahl, die arme Schüch-
6
Die wiederrieth es mir: in diesem Wette
7
Frug mein bewegt Gemüth: Ob ich auch werth
8
Die Lieder Dir zu weihn, die niedrig, kläglich
9
Und öfters knarrend gehn; da süsse Melo-
10
Dein Ohr schon längst vergnügt, dein Her-
11
Da was nicht lieblich schallt, in denen Dich-
12
Auch Dir, nicht angenehm, nicht reitzend
13
Die Schüchternheit die sprach: zurük mit
14
Der matt und elend geht: der Gottheit Lob-
15
Muß, wenn er soll gefalln, das Herze feu-
16
Und im entflammten Trieb zum Siz des
17
Den Liedern fehlt das Feur, das in die Her-
18
Ob sie aus Andacht gleich, zu
19
Sie rühren kein Gemüth, daß jemahls an-
20
Wie man die Gottheit recht, in Lobgesän-
21
Sie wandte ferner ein: bedenkest du denn
22
Wie manch erhabnes Lied und herrliches Ge-
23
Von erster Jugend an in dessen Ohr erklun-
24
Da jener Elbe-Schwan der Gottheit Ruhm
25
Da Brokkes Saitenspiel, so oft das Herze
26
Das jederman gefällt, in heiligs Feuer
27
Wie kan beim hellen Thon, ein heisch und
28
Bei einem Schwang-Gesang ein schnatternd
29
So sprach
30
Da ich mir vorgesezt, mit deines Nahmens
31
Aus Ehrfurcht blos erwekt, mein Liederbuch
32
Um Dir dadurch den Trieb des Herzens ab-
33
Des Herzens Trieb befahl und zeigte deine
34
Die Dankbarkeit wies mir die Summe mei-
35
Und darum wage ichs den Abtrag meiner
36
Für die genoßne Gunst, im Wollen zu ent-
37
Du kennest meinen Trieb auch in den nie-
38
Den hocherhabnen
39
Du billigest den Zwek, den HErrn der Herr-
40
Den die Natur und Schrift uns zeiget, aus-
41
Nim was die Redlichkeit, in reiner Neigung
42
Bis ihr ein beßres Lied in höhern Thon ge-
43
Nim es zum Unterpfand, daß der der die-
44
In wahrer Hochachtung stets dein Verehrer
45
Mein Blat das redet nichts, zu deines Nah-
46
Du brauchst mein Loblied nicht, weil Fa-
47
Schon dein Verdienst erkannt; des Him-
48
Sei Deine Sonn und Schild, dich blühend

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

Einstellungen

    Text teilen & herunterladen

    PDF-Export

    Arbeitsblatt zur Interpretation herunterladen

  • Äußere Form

  • Sprachlich-inhaltliche Analyse

  • Voller Zugriff auf Textopus

    • Interaktive Analyse von über 65.000 Gedichten und über 700 Dramen

    • Zugriff auf mehr als 400 Rezitationen und hilfreiche Epochenübersichten

    • Mit Aufdeckfunktion zum Selbstlernen von Stilmitteln, Kadenzen, Metrum u. v. m.

    Textopus App

    Textopus-App

    € 4,99/Jahr
    In-App-Kauf
    Apple App StoreGoogle Play Store
    Klett Digitale Unterrichtsassistenten

    Für Lehrkräfte

    Kostenlos in ausgewählten Digitalen Unterrichtsassistenten der Deutsch-Lehrwerke des Ernst Klett Verlags
    Deutsch kompetent
Textopus kann Fehler machen. Überprüfe die Informationen. Teils KI-gestützt. Siehe Hinweise zur möglichen Fehleranfälligkeit.